Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-883935
Technik. 
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sind 
in Erz 
von vortrefflichem Guss und durch Inschriften 
in etruskischer Sprache als Werk dieses Volks bezeichnet, 
so dass wir nicht befürchten dürfen, durch altgriechische 
oder römische Arbeiten getäuscht zu sein. Ausserdem 
besitzen wir aber eine grosse Zahl von kleinen Statuen, 
von Broncetafeln mit gravirten Zeichen (s. g. mystischen 
Spiegeln) von geschnittenen Steinen und andern kleinem 
Arbeiten, und die fortdauernden Aufgrabungen in Hetru- 
rien werden noch vieles der Art zu Tage fördern. 
Diese Ueberreste reichen zwar nicht aus, um eine 
genauere Geschichte der etruskischen Kunst zu geben, 
indessen zeigt sich dieselbe darin doch auf verschiedenen 
Stufen der Entwickelung. In allen finden Wir cin An- 
schliessen anudie griechische Kunst, jedoch immer mit 
der Beimischung eines von ihr sehr verschiedenen, ein- 
heimischen Elementes. Dass die Etrusker die griechische 
Kunst zum Theil absichtlich nachgeahmet , haben die 
Ausgrabungen der letzten Jahre ausser Zweifel gesetzt; 
unter den gemalten Vasen, Welche man in den Gräbern 
in grosser Zahl vorgefunden hat , sind nämlich-einige 
unzweifelhaft als griechische, namentlich athenische Ar- 
beiten durch Styl und Inschrift erkennbar, andere aber 
deutlich Nachahmungen derselben durch etruskische Mei- 
ster. Man darf daher bei dieser Aehnlichkeit und diesem 
Zusammenhange in der Regel nur auf die mit etruskischen 
Inschriften versehenen Werke ein Urtheil gründen. Zu 
den ältesten Arbeiten dieser Art, die auf uns gekommen, 
gehören einige Terracotten, welche sich jetzt im Museum 
zu Neapel befinden. Sie gleichen in der einfachenZeichnuxlg 
der Umrisse, im kräftigen Glieder-hau, in den Profilzügen 
der Köpfe, in der leichten, etwas gradlinigen Körperhal- 
tung manchen altgriechischer] Werken. Auf dem einen 
n, 25
        

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