Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-883904
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Etruskische 
Architektur. 
Form zeigt. Vorzüglich merkwürdig sind die Begräb- 
nissstätten der alten Städte Orchia und Oxia, heute Nor- 
chia und Castel diAsso unfern Viterbo m). Hier sind 
nämlich die Eingänge der Grabhöhlen mit regelmässigen 
in den Felsen eingehauenen Facaden versehen, Welche 
als einfache, schräganlaufende Wände, aber mit einem 
reichen und hohen Kranzgesimse gekrönt erscheinen im). 
Die Glieder sind von bewegter, derber Formation und 
das Ganze macht einen ernsten Eindruck. Einige dieser 
Faeaden an beiden Orten, besonders bei Orchia, sind 
reicher, in Gestalt eines Tempels mit I-Ialbsäuleil, Tri- 
glyphen und Giebeln verziert, und mithin vielleicht aus 
einer etwas spätem Zeit. Indessen stehen auch hier, wo 
doch keine constructive Rücksicht war, die Säulen weit 
von einander, so dass bei der einen dieser Facaden auf 
vier Halbsäulen 22 Triglyphen kommen. Jene weitsäulige 
etruskische Form ist daher beibehalten, und der ganze 
Schmuck hat wieder jenen Charakter des Leeren und 
Breiten. 
Eine andere Art der Grabmäler (in der Nekropolis 
von 'l'arquinii, bei Castel d'Asso und bei Vulci) scheint 
mit einem Bau über. der Erde verbunden gewesen zu 
sein, wenigstens lassen die zum Theil sehr bedeutenden 
Unterbauten , welche man ausgegraben hat , darauf 
schliessen. Vermuthlich trugen diese Fundamente kegel- 
förmige 'l'l1ürme , wie wir noch einige auf den Aschen- 
kisten dargestellt finden, und wie sie sich sogar noch an 
  Monum. ined. delPinst. di corr. arclutav. 60. IT. Annali dell" 
inst. V. p. 18. 11'. 
m?) Die schräge Neigung der VVämle ist hier wohl nur zur Ab- 
küriung der Arbeit gewählt. Man darf dabei an Sigyptische Einwir- 
kung, von der sich sonst keine Spur findet, nicht (lenken-
        

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