Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-883846
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Etruskischc 
Architektur. 
Gebiete herrschte Beschränkung. Es ist ein Reich des 
consequenten praktischen Verstandes mit geringer Genia- 
lität, einer wohhneinenden, aber ängstlichen Gesinnung, 
welche besorgt ist, die rechte Mitte zwischen den Ex- 
tremen des Lebens zu verfehlen. 
Architektur. 
Unter den. 
Ueberresten 
altitalischer Baukunst 
nehmen 
die Mauern der Städte die erste Stelle ein, kolossale 
Steinwände von gewaltigen Felsblöcken, die oft 14 bis 15 
Fuss lang, ohne Mörtel übereinander gelegt, bloss durch 
ihre Schwere sich halten. Sie gehören daher in die über 
alle mittelländisehen Länder verbreitete Gattung soge- 
nannter eyklopischer Bauten. Häufig jedoch bestehen 
sie nicht aus unregelmässigen polygonartigen Blöcken, 
sondern die Steine sind schon zu Parallellogrammen he- 
hauen, aber so aufeinandergelegt, dass die Fugen der 
verschiedenen Schichten nicht einander entsprechen, und 
mithin diese YVerke zwischen jener alterthülnligihen Bau- 
weise und dem spätem Quaderbau in der Mitte stehen. 
Die Mauern von Volterra, Rosselle, Fiesole, Populonia 
sind von dieser letzten Art, nur die von Cossa gehören 
in Etrurien, wie viele in [Tnteritalieil gefundene Mauern, 
der ersten Art an. 
Sehr merkwürdig ist nun, dass schon an diesen alten 
Bauten sich zeigt, dass die Etrusker die _Kunst der Wöl- 
bung, des Steinsehnitts, kannten. Wir sahen, dass diese 
Kunst den alten Griechen, wie den Aegyptern unbekannt 
war; die kuppelförmigen 'l'liesaurei1 sind nur scheinbare 
Wölbungen durch horizontal überragende Steinlagen ge- 
bildet. Aueh bei italiselnen Völkern kommt diese seheinv
        

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