Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-883495
Andre 
plastische 
Werke. 
341 
leicht nichts fehlt, als ein geringer "Grad von Unbefan- 
genheit und wahrer Unschuld, um sie den höchsten Werken 
gleichzustellen. 
Vorzüglich wurden ohne Zweifel in dieser üppigen 
und schmeichlerischen Zeit die Künstler mit Porträtbildern 
beschäftigt. Wie gross dieser Luxus auch in den Re- 
publiken war, beweist die Nachricht, dass die Athener 
dem Demetrius Phalereus nicht weniger wie 360 Statuen 
setzen liessen, welche sie, als er bei dem Andringen des 
andern Demetrius, des Poliorketes, verjagt wurde, wieder 
umstürzten i).  
Der Luxus der geschnittenen Steine stieg in 
dieser Zeit auf das höchste, und die schönsten und gröss- 
ten Exemplare dieser Gattung, welche in unsern Museen 
bewahrt werden, gehören ihr und der folgenden römischen 
Epoche an. Die Münzen dieser alexandrinischen Periode 
sind noch von hoher Vortrefflichkeit, indessen können 
wir an ihnen gegen das Ende derselben schon eine Ab- 
nahme des Styls bemerken. 
Auch die Malerei wurde in dieser Zeit noch eifrig 
gepflegt, und eine nicht unbedeutende Zahl von Künst- 
lern sind der Ueberlieferung ihres Namens würdig ge- 
halten. Bei dieser Kunst indessen nahmen schon die 
Alten selbst eine Abnahme in dieser Periode wahr. Es 
ist begreiflich, dass die feine und geistige Charakteristik, 
welche das wesentlichste Verdienst der antiken Malerei 
ausmachte, in einer schon überwiegend auf das 
liche und Sinnliche gcrichtetexi Zeit nicht mehr 
Körper- 
so weit 
 Zu den vorziiglichsten auf uns gekommenen Porträlstatuen 
aus (licscr Zoil, gehören die der Schauspicldichter Posidippus und 
NIenan1I0i' iin Vatican, beide in einem edlen, einfachen Styl, geist- 
reich und meisterhaft behandelt, wenn auch weniger llcissig aus-
        

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