Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-883320
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Vierte 
Periode 
der 
griech. 
K uns t. 
Styls, welche auch in der spätem Römerzeit angewendet 
werden. Auch das choragische Monument des Thrasyl 
lus, von dem wir schon oben sprachen, kann hierher ge- 
rechnet werden, obgleich es freilich, da es nur Grotten- 
fagatle ist, geringere Bedeutung hat und also Abweichunr 
gen eher gestattete. 
An einem andern kleinen Gebäude in Athen, das 
ebenfalls dieser Periode anzugehören scheint, dem s. g. 
VVinclthurln, der zur Aufbewahrung des Triebwerks einer 
Wasseruhr bestimmt war, haben die Säulen ebenfalls 
dünnere Verhältnisse und bei übrigens dorischei- Form 
ein Kapitäl mit Palmblättern, das an ägyptische Vorbilder 
erinnern könnte. 
Der korinthische Styl dieser Zeit wurde dagegen ge- 
wiss in so grosser Reinheit, wie er nur immer gestattet. 
mit edelster Ausbildung aller Einzelheiten, mit grossenx 
plastischen Geschmacke angewendet; denn so finden wir 
ihn ja auch noch in spätem römischen Bauten. Es ist 
höchst charakteristisch, dass gerade der dorische Styl, 
der, welcher der reinen hellenischen Sitte entsprach, 
zuerst verfallen musste, während der korinthische, eine 
unbestimmtere, sinnlich reichere, decorative Form, sich 
erhielt und überliefert wurdeÄ Wir finden uns daher auch 
hier auf dem Punkte, wo das reine Hellenenthum aufge- 
hört und die griechische Bildung die Form angenommen 
hatte, in welcher sie auch den Fremden am Meisten zu- 
gänglich war. 
Plastik 
und 
Malerei. 
Die Plastik dieser Zeit War jedenfalls noch sehr be- 
deutend, sie erhielt und nutzte die geistige und technische
        

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