Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-883291
Arc h 
teklur. 
321 
genug. Der Luxus zog sich aus dem öffentlichen Leben 
in die Häuser der Bürger. Aus dieser Zeit ist die Vor- 
halle von zwölf" (lorischexl Säulen vor dem grossen Tem- 
pel zu Eleusis, von dem wir in der frühem Periode 
sprachen, von Demetrius dem Phalereer errichtet. Sie 
ist dem Gebäude Wenig entsprechend und mehr ein Werk 
des Prunks als der Schönheit. 
Athen 
erhielt 
auch 
mehrere 
Gebäude 
(lurcln 
die 
niiicenz der Könige griechischen Geschlechts, welche 
die alte Heimath der Kunst und Wissenschaft ehren 
wollten. Der Tempelbau des olympischen Jnpiters, 
den Pisistratus angefangen hatte, War als ein Werk des 
'l'yrannen während der Macht und Freiheit Athens nicht 
fortgesetzt worden; jetzt liess Antiochus Epiphanes ihn 
neu erbauen, aber nun nicht mehr im Style der übrigen 
Gebäude Athens, sondern im korinthischen. Der Tempel 
wurde höchst prachtvoll, der grösseste der Stadt, mit 
doppeltem Peristyl, zehn Säulen in der Fronte und zwanzig 
auf den Seiten. Merkwürdig genug (ein Beweis, wie 
sehr die griechische Kunst schon ihre Heimath verlassen 
hatte) ward schon hier ein Römer, Cossutius, als Bau- 
meister gebraucht; auch jetzt aber wurde der Bau nicht 
vollendet, sondern erst unter Irladrian. Es sind nur ge- 
ringe Ueberreste von diesem Tempel auf uns gekommen, 
wie denn überhaupt, sei es durch einen Mangel der So- 
lidität oder aus andern Ursachen, nur weniges von den 
Bauten dieser Epoche erhalten ist. 
Aus den Nachrichten über dieselben können wir ent- 
nehmen, dass der korinmthische Styl fast ausschliesslich 
angewendet wurde, der dorische fast ausser Gebrauch 
kam. Schon am Schlusse der vorigen-Periode scheint 
man ihm nicht mehr günstig gewesen zu sein. Vitruv 
114 21
        

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