Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-883280
320 
Vierte 
Periode 
der 
griech. 
Kunst. 
religiöser Feste, mit allem was den Sinnen Schmcichcln 
konnte, wurden angelegt. Aber nicht bloss das Bleibende, 
auch das Vorübergehende wurde in so kolossalem Luxus 
eingerichtet. Schon Alexander liess den Scheiterhaufen, 
auf dem die Leiche seines Freundes Ilephästiou ver- 
brannt wurde, wie ein grosses und kostbares Denkmal 
mit Bildwerk und Statuen reich ausstattena). Nicht 
minder reich war dann der ungeheure Wagen, in wel- 
chem vierundsechszig auserlesene Maulthiere den Leich- 
nam Alexanders selbst aus Persien nach Alexandrien 
führten, ein Wunder der Mechanik und der Kunst. Spä- 
ter wetteiferten die Könige Ptolemäus Philopator von 
Aegypten und I-Iiero II. von Syrakus in Riesensehif- 
fen, die sie zu ihren Lustreiseix bauen ÜBSSOI]. Das eine 
derselben, das Nilsehiff, 'l'halan1agus genannt, wurde von 
viertausend Ruderern bewegt, Säle in mehreren Stock- 
werken , Gärten mit grosseil Lauben, Säulengäxlge in 
griechischem und ägyptischen) Style wechselten darin. Auf 
dem sicilischen Schiffe waren die Säle mit musivisclnexl 
Darstellungen ausgelegt, welche die ganze Ilias umfassten. 
Laubengänge, Bäder, Gymnasium, Bibliotheksaal fehlten 
hier ebensowenig wie grosse Thürme zur Vertheidigung. 
Der König schickte dies Wunderwerk seinem königlichen 
Freunde von Aegypten zum Geschenk. uAuch ein Rie- 
scnwzelt, welches derselbe Ptolemäus Philopator bei Ge- 
legenheit der Feier der grossen Spiele in der Burg zu 
Alexandrieil aufrichten liess, war von ähnlicher Pracht. 
In Gcriechenland selbst wurde nicht mehr viel gebaut; 
dem Bedürfnisse war durch die Vorfahren genügt, auch 
waren die Volksgemeinden ilieht reich und freigebig 
Bau 
vergl. 
mit 
U. M1
        

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