Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-883208
312 
Dritte 
Periode 
griech. 
der 
Kunst. 
vereinzelt da, obgleich grade diese Eigenschaft auch in 
geringem Nachahmungen erkennbar sein müsste, so dass 
wir mit Sicherheit annehmen dürfen, dass diese Art der 
reichern Composition Wenig Anklang oder doch wenig 
Nachfolge gefunden hat. Da sie übrigens einen Gegen- 
stand aus der Geschichte Alexanders enthält, so können 
wir wohl vermuthen, dass das Original dieser Mosaik der 
Zeit Alexanders selbst oder doch der nächstfolgenden an- 
gehört. Dies um so mehr, als uns von den alten Schriftstel- 
lern, von Quintilian und von Plinius , gerade diese Periode, 
von der Zeit König Philipps bis auf die ersten Nachfolger 
Alexanders als die vorzüglicliste derMalerei bezeichnet wird. 
Am Schlusse dieses merkwürdigen Zeitraums mag 
es uns vergönnt sein, einen Augenblick inne zu halten, 
und noch einmal den Blick zurückzuwerfelm. Er umfasst" 
alles, was wir als die höchste Blüthe des hellenischen 
Geistes betrachten können, ja er steht unübertroffen unter 
allen nachfolgenden Zeiten da. Wie die bildenden Künste 
erreichten auch alle andern und alle wissenschaftlichen 
'l'hätigkeiten ihren Höhepunkt. In diesem kurzen Zeit- 
raume von Cimon bis zu Alexanders Tode, von etwa an- 
derthalb Jahrhunderten, WO Phidias, Praxiteles, Lysippus, 
Zeuxis, lebten, erreichte auch die Dichtkunst ihre höchste 
Stufe, das Drama entstand und wurde vollendet. Die 
tragischen Gestalten des Aeschylus, Sophokles, Euri- 
pides gingen über die attische Bühne, begleitet von einer 
wunderbar wirksamen Musik im rhythmischen Tanzschritt. 
Aristophanes erschütterte das lachlustige Volk durch seine 
tief ernsten und zugleich ausgelassen lustigen Verse. 
Menander erfand das feine Spiel der Kömödie, das Vorblld
        

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