Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-883101
302 
Dritte 
Periode 
der 
griech. 
Kunst. 
die Poesie des Rnhmes gefolgt. Indessen, wenn diese 
spätere Kunst auch nach unserm Gefühle den wunderbaren 
Schöpfungen der kurz vorhergegangenen Zeit nachsteht, 
so war sie doch noch von hoher Schönheit, des griechi- 
schen Namens völlig würdig. Ja man muss sie noch als 
eine weitere Eroberung im Gebiete der Kunst betrachten. 
Sie erst führte das Heroische, das menschlich Grosse in 
den Kreis der Göttergestalten ein, und lehrte die Schön- 
heit der wirklichen Menschen durch künstlerische Porträt- 
bildung adeln.  
In dieser Periode "des beginnenden künstlerischen 
Luxus wurde denn auch der edle plastische Styl mit 
höchstem Glücke, wie im Grossen so im Kleinen ange- 
wendet. Die Münzen des Philippus und des Alexander, 
die der griechischen und besonders der sicilischen Städte 
sind von höchster Schönheit. Selbst der harte Edelstein 
diente jetzt zur Darstellung der schönsten Gestalten, die 
Steinschneidekunst erreichte ihren Gipfel. Schon oben 
nannte ich den Pyrgoteles, dem Alexander das Vorrecht 
gab, sein Bildniss zu schneiden, zum Zeichen, wie wichtig 
auch diese im Kleinen wirkende Kunst ihm erschien. 
Male 
Wenn schon bei der Geschichte der Sculptur die er- 
haltenen Denkmäler uns nicht völlig genügen, so sind 
wir bei der Malerei dieser Periode noch vielmehr auf 
blasse 
Nachrichten 
der 
Schriftsteller 
beschränkt. 
Auch 
sie, (lau-über sind die Zeugnisse einig, erreichte in dieser 
Zeit ihre höchste Stufe, und zwar auch sie in Athen, in 
Cimons und Perikles Tagen. 
Cimon, der zuerst darauf dachte, seine Stadt würdig 
(ies Sieges und der Macht, die sie in den Perserkriegen
        

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