Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-882777
Die 
Pallas 
des 
Phidias. 
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Andere grosse YVerke des Phidias hatten ähnliche 
Bedeutung. S0 jene Statue der Pallas im Parthenon, 
dieselbe, welche ihm die obenerwähnten Anklagen zuzog. 
Auch sie War kolossal , sechsnndzwvanzig griechische 
Ellen hoch , Kopf, Arme und [Vüsse von Itllfenbeinl, von 
Gold die Bekleidung; das Gewicht des Goldes betrug 
vierundzwanzig Gold-Talente, an VVerth Wohl sieben- 
lnxnrlerttausend 'l'haler. Sie war stehend dargestellt, die 
Lanze in der Hand, den Schild zu den Filsseil, also nicht 
mehr, wie manche altere Bilder; kriegerisch, sondern als 
die ernste Göttin des Friedens. 
In 
noch 
einer 
kolossalern 
Bildsäule 
(die 
aber 
in Erz 
ausgeführt werden sollte) war seine Aufgabe, dieselbe 
Göttin als Vorkämpferin zu zeigen, als Athene Promachos. 
Sie blieb bei seinem Tode unvollendet, und wurde erst 
später zwischen dem Parthenon und den Propyläen auf- 
gestellt, WO sie, über die Gebäude hervorragend, den 
Schiffern schon aus Weiter Ferne erschien. 
Auch 
für 
Platäa 
und 
für 
Lemnos 
stellte 
Athene 
(jedoch in anderer AufFassung des Charakters) darj so 
dass er vorzugsweise als der Bildner der ernsten Götter 
erscheint. Aus seiner zahlreichen Schule werden uns be- 
sonders die Namen des Alkamenes und Agoralu-itus 
genannt, deren Kunst ebenfalls der weitem Ausbildung 
des Götterkreises ausschliesslieh gewidmet War. YVie 
erzählt wird, wetteiferten beide vor "dem athenischen 
Volke in der Darstellung der Venus; jener erhielt den 
Preis , worauf denn dieser sein Werk nach Rhamnos 
gab, Wo es mit veränderten Attributen als Nemesis anf- 
gestellt wurde. Man sieht schon hieraus, dass die Cha- 
rakteristik der Göttergestalten noch nicht völlig ausge- 
bildet war. und dass die Liebesgöttin noch keinesweges
        

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