Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-882672
Andere 
Bauwerke. 
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liche Eigenthum des asiatischen Stammes der Hellenen, 
er ist Gemeingut geworden und giebt eine reichere mehr 
weibliche Erscheinung neben dem_ männlichen Ernst des 
Dorismus. Die korinthische Säule endlich , mit ihrem 
Pilanzenschmueke und grösserer bildlicher Fülle, dient 
theils als vereinzelte Zierde der Tempel, theils für klei- 
nere Denkmäler, welche auf die Würde des Tempels 
nicht mehr Anspruch zu machen haben. Bei aller Einheit 
der Regel finden wir daher schon eine reiche Mannig- 
faltigkeit, welche allen Bedürfnissen des öffentlichen. Le- 
bens genügt. 
Auch in dieser Periode waren der Tempel und das 
öffentliche Denkmal noch die einzigen oder doch l1aupt- 
sächlichen Stellen für die Ausübung der höhern Baukunst. 
Die Theater und Odeen, welche schon jetzt entstanden, 
schlossen sich mehr an die Natur einer amphitheatrali- 
sehen, der Aufrichtung der Sitzreihen für die Zuschauer 
günstigen Localität an, als dass sie eine eigene Bedeuw 
tung in Anspruch nahmen. Auch sie entbehrten heitern 
architektonischen Sehmuckes nicht, aber die Baukunst 
hatte hier nicht ihre eigene Aufgabe frei zu verfolgen; 
sie diente den Zwecken anderer Künste. Die Grabmäler 
scheinen, wie allcs was der Familie angehörte, in dieser 
Zeit noch mässig und einfach gewesen zu sein, wenig- 
stens in den eigentlich hellenischen Städten. Erst am 
Schlusse dieser Periode und zwar im asiatischen Grie- 
chenland entstand ein Grabrnonumeimt von gewaltigem 
künstlerischen Luxus, Welches die griechische Kunstwelt 
in eine ungewohnte Bewegung setzte. Auch ging es 
nicht aus dem republikanischen Sinne der Städte hervor, 
sondern aus fürstlichem Prunke. Es war das Mauso- 
lenm, 
das 
Grabmal , 
welches 
die 
Königin von 
1T " 
Karien
        

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