Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-882576
Der 
Jfempel 
,Ere-chtheus. 
des 
24-9 
Jener Brummen nun hatte in dem Tempel des Erechtheus 
(wo auch dem Neptun ein Altar gewidmet War) seine 
Stelle, der Oelbaum-aber mu-sste innerhalb des Mi11erven.-- 
tempels bleiben, dessen Gründung ihm gegolten hatte. 
Noch eine Reihe Yon ur-alten Bildern und Reliquien zählt 
Pausaimias auf, Welche in diesen Tempeln bewahrt wur- 
den; wenn sie, wie es wahrscheinlich ist, auf derselben 
Stelle stehen bleiben sollten, wo dieVäter sie verehrt 
hatten, so hatte der Baumeister eine schwierige Aufgabe? 
Welche das Auifallendein der Iform des Gebäudes  
klärt. 'Dazu kam überdies noch eine Ungleichheit des 
Bodens, fsvelche durch-Unterbauten und Treppen künstlich 
gehoben werden musste," WVenn man die beiden Portiken 
an den Seiten, unbeachtet lässt, so bildet das eigentliche- 
Tempelhaus (die Heiligthümer des Erechtheus und der 
Minerva unter einem Dache enthaltend") die Gestalt eines 
Prostylos d. h. eines Tempels mit einerSäulenhalle auf 
der schmalen Eingangsseite, und mit Halbsäulen auf der 
Rückseite. Die beiden grössern Vorhallen," die vordere 
deS Erechtheulns und die des lllinerventempels hatten 
iollisßllß Sälllenr, das Pandrosium aber war in jeder Be- 
ziehuxig ungewöhnlich ausgestattet, indem statt der Säu- 
len sechs Jungfrauen- "(so nennt sie die vorgefundene 
Inschriftj die leichte", -von keinem Dache" beschwerte 
Decke trugen. "Pausanias erzählt, dass in der Nähe die- 
SCS Tempels stetszweifFrauen wohnten  welche an 
gewissen Tagen des Jahres die verborgenen Heiligthümer 
der Pallas trugen, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass 
eine Beziehung -auf diese Trägerinnen (Kanephoren) "bei 
diesen Bildwerken statt gefunden habe. _Die Atlanten 
oder Karyatiden, welche an neuernGebäuden vorkommen, 
nlaehen uns gewöhnlich einen unvortheilhafterl Eindruck,
        

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