Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-882470
Theseustenmmpel. 
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gewesen zu sein. Die östliche dagegen hatte Sculpturen 
im Giebelfelde, in den Metopen und an dem innern Fries 
der Vorhalle, die Thaten des Theseus und mehr noch 
des befreundeten Heroen Hercules darstellend. 
Unmittelbar nach der Vollendung des Parthenorl 
wurde der Bau der Propyläen begonnen, unter der 
Leitung eines andern Meisters dieser an Künstlern so 
reichen Zeit, des Mnesikles. Die Aufgabe war hier 
eine ganz andre, als bei den Gebäuden, mit denen man 
sich bisher beschäftigt hatte, und nahm eine freiere Er- 
findung in Anspruch. Für den Tempel war der einfache 
Grundgedanke gegeben, Bedürfniss und Sitte erheischten 
das von allen Seiten zugängliche und anschauliche Säu- 
lenhaus; es kam daher nur darauf an, die Verhältnisse 
zu erweitern und zu mildern, und in dieser gewiesenen 
Richtung bewegte sich die Kunst gemessenen Schrittes 
vorwärts. Anders verhielt es sich hier. Die Akropolis, 
ein steiler Felsen in der Mitte der Stadt, war durch seine 
Lage geeignet den haltbarsten, bei feindlichen Ueberfällcn 
sichersten Punkt derselben zu bilden; auf dieser Höhe 
waren daher die wichtigsten Heiligthümei- und in ihnen 
die Schätze des Staates. Zu ihrem Schutze musste denn 
der Fels in seiner natürlichen Unangreifbarkeit durch 
hohe, starke Mauern befestigt werden, in welche nur ein 
Zugang hineinführte. Diesen zu schmücken, durch ein 
Gebäude , welches dem steilen Aufgange angemessen 
War, das, von der Stadt her gesehen und bei den Fest- 
zügen zu den obengelegenen Tempeln, einen prächtigen, 
würdevollen Anblick gewährte, das aber auch bei der 
Vertheidigung der Burg in Kriegsfällen dienlich sein 
konnte, dies war die Aufgabe, welche Mnesikles zu lösen 
hatte. Er löste sie so glücklich, dass selbst die Athener
        

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