Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-882432
Parthenonn. 
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Bewunderung und langjährige Studien der Alterthmns- 
forscher und Architekten in Anspruch. 
Der Styl dieser Bauten des perikleischen Zeitalters 
ist meistens noch der dorisehe. Ihn finden wir am 
Parthenon, an den Propyläen der Burg, am Theseustempel, 
in den andern Tempeln des iattischen Gebiets. Nur der 
Tempel des Erechtheus und ein kleiner Tempel am Ilissus, 
dessen Gottheit wir nicht wissen, sind im ionischen Style 
errichtet; grössere Bauten im korintliischen Style kannte 
diese Zeit noch nicht. Aber der Dorismus hatte sich 
von den kurzen, gedrungenen Formen und den harten 
Gegensätzen, welche die Architektur der früliern Perioden 
bezeichnet, frei gemacht, und entzückt durch die Anmuth 
seiner schlankern und leichtem Verhältnisse, ohne den 
vorherrschenden Charakter der Majestät zu verlieren. 
Schon in der vorigen Periode hatte sich dieser Styl in 
seinen Wesentlichen Verhältnissen entwickelt. Nur der 
letzte Hauch der Vollendung fehlte ihm noch und wurde 
ihm jetzt zu Theil. 
Vor Allem verdient der Tempel der Athene Paiw 
thenos diesen hohen Ruhm, und selbst seine Ruinen 
erregen noch immer einen wunderbaren Enthusiasmus, 
und geben das Bild des reinsten, würdigsten Ebenmaasses. 
Die Anordnung des Ganzen ist, wie an dem grössern 
Tempel von Pästum und andern ähnlichen Bauten der 
vorigen Periode, die des Peripteros Hypaithros, nur in 
grössern Verhältnissen. Auf einem Unterbau von drei 
Marmorstufen umscliloss ein einfacher Peristyl von acht 
Säulen in der Fronte und siebenzehn an den Seiten die 
Cella. Innerhalb dieser äussern Säulenhalle befand sich 
an jedem Ende noch eine zweite Reihe von sechs etwas 
kleinem Säulen, die eine Art von Vorhalle bildeten, durch
        

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