Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-882137
Erhaltene 
plastische 
Werke. 
205 
Bewohner eine zwar immerhin sehr kleine, aber für uns 
unschätzbare Reihe von Denkmälern hervorzuziehen , 
Welche unsere nKenntniss jener Zeiten bedeutend berei- 
chert haben und uns in den Stand setzen, wenn auch 
nicht die feinsten Züge künstlerischer Bestrebungen im 
Blinzelnen , so doch das Ganze der Entwickelung mit 
Sicherheit zu beobachten. 
Von vorzüglicher Wichtigkeit sind denn hier dieje- 
nigen Bildwerke , Welche als Theil oder Schmuck an 
'l'empeln gedient haben, indem bei ihnen theils die Zeit 
der Entstehung, da sie jedenfalls nicht älter als das 
Gebäude selbst sein können, theils das Verhältniss der 
Entwickelungsstilfe der Plastik zu der Architektur fest- 
steht. Nnr bei zwei Tempeln aus dieser Periode ist man 
so glücklich gewesen , dergleichen Bildwerke zu ent- 
decken, (110 jedoch, theils durch ihren Umfang und ihre 
Bedeutsamkeit, theils dadurch besonders lehrreich sind, 
dass sie den beiden Gränzpunkten dieser Periode, dem 
Anfange und dem Ende angehören, und daher nähere 
Schlüsse auf die (inzwischen liegende Zeit und für die 
Beurtheilung der übrigen, eines so festen Datums ent- 
behrenden, aber weit zahlreichern Monumente gestatten. 
Dem Anfang dieser Periode gehören einige Bildwerke 
an, welche unter den Trümmern von Selinus in Sicilien 
in neuester Zeit (1822) aufgefunden worden, namentlich 
zwei Metopen, welche nicht von den gigantischen, bei 
der Zerstörung unvollendet gebliebenen spätern Tempeln 
des untern Stadttheiles, sondern von einem der auf der 
Burg belinillichen und daher gewiss aus den ersten Zeiten 
der Stadt stammenden Tempel herrühren, und mithin in 
die Zeit zwischen der vierzigsten und fünfzigsten Olym- 
piade, also ganz in den Beginn unserer Epoche zu setzen
        

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