Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-882091
Plastik. 
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und 
eine 
Vorstellung 
VOll 
ihren 
Eigeuthfunlichkeitcn 
ZU 
geben versucht haben. 
Schon diese dürftigen Nachrichten ergeben, dass die 
Plastik eifrig geübt und bedeutend vervollkommnet wurde. 
Die Namenliste der Künstler, Welche in dieser Epoche 
blüheten, ist von beträchtlichem Umfange, und wir er- 
kennen an der Mannigfaltigkeit ihrer Geburtsorte und der 
Verbreitung ihrer Wirksamkeit , dass alle Gegenden 
Griechenlands an dieser Pllege der Kunst Theil nahmen. 
Jenen Dädalitlen Dipoenus und Skyllis," die wir schon in 
der vorigen Periode nannten als die, welche zuerst den 
Marmor behandelt haben sollen, schlossen sich zahlreiche 
Schüler an, und der Erzguss, damals noch in roher XVeise 
geübt, scheint jetzt bedeutend vervollkommnet und be- 
liebt zu sein. Kallon von Aegina war in dieser Kunst- 
gattung berühmt und der älteste einer ganzen Reihelvon 
Künstlern, welche aus seiner Insel hervor-gingen und eine 
Schule eigenthümlichen Styls bildeten, die sich bis um 
die Zeit des Phidias erhielt und aus welcher glücklicher 
Weise sehr bedeutende Werke auf uns gekommen sind. 
Nächst Aegina erlangte Sikyon den Vorrang im Erz- 
gusse, so dass Plinius es für eine längere Zeit als die 
Heimath aller Metallarbeiten bezeichnet; der berühmte 
Blltlll0l' Kanachos blühete hier um die Mitte dieser 
Epoche. Aus einer Reihe von Künstlern aus Arges will 
ich nur den etwas späternAgeladas erwähnen, weil unter 
ihm die bedeutendsten Meister der folgenden Epoche 
Phidias, Myron und Polyklet ihre Schule machten. Auch 
Korinth verlor den alten Ruhm des Erzgusses nicht, und 
nicht wenige Künstler, darunter besonders Gitiadas, waren 
von Sparta. Die Athener scheinen noch zurückzustehen; 
doch besasscn sie bei der Vertreibung des HippiaS schon
        

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