Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-881957
Bauliche 
'l'hätigkeit. 
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liegen, ein unvergängliches Denkmal heldenmüthiger Auf- 
opferung und des Sieges geistiger Kraft über die rohe 
materielle Gewalt, für die Griechen selbst aber die freu- 
dige Erfahrung ihrer innern Einheit und Lcbensfülle, und 
die Ursache höhern Sehwunges. 
Auch in dieser Periode War noch der Sinn zu sehr 
auf das Praktische und Nützliche gerichtet, zu weit ent- 
fernt von jedem Luxus, um den schönen Ueberfluss der 
Kunst zu begünstigen. In ihrer äussern Erscheinung steht 
daher die Kunst noch dem Leben an Schönheit nach; 
jene Strenge, welche die Sitte rein erhielt, streift in der 
Kunst noch an Härte; aber dennoch ist das innere Walten 
des Kunstgeistes schöpferisch thätig und in dieser Epoche 
erzeugten sich gerade die Grundzüge jener festen, plasti- 
Sßllell Charaktere, welche dann später die leichte und 
üppige Entfaltung der zartem Anmuth möglich machten 
und begünstigten.  
Architektur. 
In der Baukunsbbildeten sich gleich im Anfange 
dieser Periode die Regeln der dorischen und ionischen 
Gattung fest aus. Diese Kunst, in welcher der Sinn für 
das Praktische und Nützliche ebensoviel Nahrung findet, 
wie der Schönheitssimx, sagte dieser Zeit besonders zu. 
Die erhöhete Pietät, der zunehmende Wohlstand, endlich 
der Wetteifer benachbarter freier Städte brachten es mit 
sich, dass sehr viel gebaut wurde, und wir können eine 
ziemlich zahlreiche Liste von Gebäuden dieser Periode 
aufstellen. Zu den berühmtesten Monumenten, deren die 
Schriftsteller gedenken, gehören die Tempel des Olym- 
pischen Zeus in Athen und des Apollo zu Delphi, beide
        

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