Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-881748
166 
Erste 
Periode 
der 
griech. 
Kunst. 
ohne ausgesprochene Körperform, in langen, asiatischen 
Gewändern mit eng geschlossenen Beinen, symmetrisch 
steifgehobenen Armen, manchmal mit symbolischen Ver- 
zierungen bedecktä"). Die bekannte Gestalt der Diana 
von Ephesus ist ohne Zweifel noch ein Ueberrest aus 
jener frühen Zeit.  
S0 sehen wir denn, während im Leben und in der 
Dichtung das griechische Gefühl sich schon kräftigst 
regte, in der Baukunst und im Bildlichen den griechischen 
Sinn noch vom orientalischen Geiste gefesselt; in der 
Architektur pyramidale Form und bunten Schmuck, in der 
Sculptur rohe Gestalten ohne Anregung des Schönheits- 
gefühls. 
Einige Zeit ilicht bloss nach dem trojanischen Kriege, 
sondern auch nachdem Homer (oder das Sängergesehlecht, 
dessen fortgesetzte Dichtung uns unter seinem Namen über- 
liefert ist,) gesungen hatte, trat eine grosse Veränderung in 
den innern Verhältnissen Griechenlands ein. Den Anstoss 
dazu gab jene Revolution, welche halbmythisch als die Rück- 
kehr derHerakliderl, der Nachkommen des Herakles, be- 
zeichnet wird, ohne Zweifel eine Völkerwanderung der 
dorischen Stämme aus den nördlichen Gebirgen Griechen- 
lands in die untern, mildern Gegenden. Unter den Stäm- 
men des griechischen Volkes erscheint der dorische 
als der Vertreter des nationalen, männlichen Elementes, 
ernst, kräftig, republikanisch, während der weichere Sinn 
der Ionier gewandter, empfänglicher für die Künste des 
Friedens, Dichtung und Bildnerei, geschickter, aber auch 
und 
ü) Müller 
2. 16. 17. 
Oesterley 
der 
Denkmäler 
alten 
Kunst.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.