Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-881660
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Geschichte 
der 
griech. 
Kunst. 
Danaos im Peloponnes und Cecrops in Attika, der Phö- 
nicier Cadmus in Böotien werden als die Gründer solcher 
neuen Ordnung genannt. Aus diesen ersten Anfängen 
entwickelte sich dann ein sehr rühriges Treiben. Die 
Schilfahrt führte zum IIandel und Erwerb, zu einem 
abenteuernden Wanderleben, zu seeräuberischen Angriffen 
und zum Vertheidigungskriege, endlich zu Niederlassungen 
an andern Küsten. Die Inseln des Mittelmeeres wurden 
bevölkert, und zahlreiche Colonien entstanden in Italien, 
in 'l'hessalien, Epirus, Thracien, in Kleinasien. Uebel- 
thaten, welche in dieser Gährung unentwickelter Zustände 
nicht ausbleiben konnten, riefen ritterliche Gegenwehr 
hervor, und die Helden, Welche dem Räuberwesen und 
Frevel steuerten, erschienen einer spätern Zeit als göt- 
tergleiche Heroen. So verbreitete sich alhnälig eine 
gleiche Gesinnung und Sitte über die Völker verwandten 
Stammes und ähnlicher Schicksale, und es konnte nicht 
an Veranlassungen fehlen, sich in gemeinsamer Unter- 
nehmung enger an einander zu scl1liessen. Wie es 
scheint, waren diese Unternehmungen meistens gegen 
Asien gerichtet, und mehr und mehr entwickelte sich in 
der Berührung mit den Fremden der Geist des eigent- 
lichen Griechenlands. Wenn die Ueberlieferungen von 
frühern Kriegszügen dieser Art noch undeutlich sind, so 
erhalten wir von einem derselben, von dem Zuge nach 
Troja unter der Anführung der Atriden schon in den 
homerischen Gesängen ein zwar poetisches, aber dennoch 
zuverlässigeres Bild. Wie gross auch der Einfluss des 
Fremden durch jene ägyptischen und asiatischen Colo- 
nisten gewesen sein mag, so finden wir die Griechen 
hier schon weit in der Umbildung desselben vorgeschrit- 
ten. 'Einzelnes mag sich noch als roh und barbarisch
        

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