Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-881493
Fünftes 
Kapitel. 
Die Polyehromie in der griechischen 
Architektur und Plastik, und das Ver- 
hältniss der drei bildenden Künste 
zu einander. 
Auf 
eine 
für 
die 
Charakteristik 
der 
griechischen 
Kunst sehr merkwürdige Erscheinung ist man erst neuer- 
lich aufmerksam geworden , darauf nämlich , dass die 
Griechen ihre Gebäude und Statuen vielfältig mit Farben 
zu überziehen und zu schmücken pflegten. Seitdem man 
sich mit der Betrachtung der antiken Kunst beschäftigte,- 
hatte man es stets herausgehoben, dass bei den Alten 
die Künste sich von einander sonderten, dass die Archi- 
tektur rein mathematisch zweckmässige Glieder des Baues, 
ohne bildliche Verkleidung liebte, und die Plastik die 
ihrem Stoife und Geiste zusagende Ruhe behielt, ohne 
sich durch das Lockende anmuthig bewegter malerischer 
Motive verleiten zu lassen. Dabei hatte man denn auch 
die Farblosigkeit der Sculptur geltend gemacht. Zwar
        

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