Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-881400
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Griechische 
Malerei. 
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In dieser menschlich göttlichen Gestalt wird die 
Schilderung erst zusammengefasst. Die Beschreibungen 
der Cyklopeninsel und des Eingangs zum Hades sind 
kurz und wenig gewährend; bedeutender, doch ganz als 
Handlung und Personification ist die der Scylla und Char 
rybdis. Besonders charakteristisch ist aber das YVeltbild 
auf dem Schilde Achills. Nur ganz im Allgemeinen 
wird der Erde und der personilicirten Ilimmelskörper geq 
dacht, ausführlich und lebendig wird die Schilderung erst, 
wenn sie an die Oerter menschlicher Thätigkeit kommtäi). 
Bei den andern Dichtern der bessern Zeit sind die 
Aeusserungen, welche zu unserm Zwecke dienen könnten, 
sehr viel sparsamer eingestreut. Bei Pindar und Aeschylus 
tritt die Beziehung auf die Natur stets nur in leichter 
metaphorischer Andeutung ein; die fortreissende Begeiv 
sterung des Lyrikers, die Spannung des Moments in der 
'l'ragödie liessen weder das ausgeführte Gleiehniss noch 
die Beschreibung zu. Wichtiger ist Sophokles. Zwar 
verschmäht er es, für eigentlich tragische Zwecke die 
Schilderung der Natur zu Hülfe zu nehmen. Philoktet 
klagt wohl über die Einsamkeit der wüsten Insel Lemnos 
aber der Dichter versucht es nicht, die Schrecken einer 
wilden Natur weiter auszumalen. Dennoch kommt bei 
ihm die schönste landschaftliche Schilderung vor, welche 
die griechische Poesie aufzeigen kann, in jenem herrlichen 
Chorgesange, mit welchem die Greise von Kolonos den 
flüchtigen Oedip gastlich begrüssexi. Da rühmen sie 
ä") Die Gärten des Alk. 0d. VII. 112; die Insel der Kalypso 
V. 63; die der ("yklopcn IX. 116; der Ilades Xl. 15; Scyllu und 
Chur. XII. 73; der Schild I1. XVIII. 
        

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