Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-881310
Technisches. 
123 
die Dauerhaftigkeit und Schönheit der Farben bewunderns- 
würdig. Dennoch ist auch das Material der griechischen 
Malerei für die höheren  Zwecke dieser Kunst stets 
mangelhaft geblieben. 
Ursprünglich hatte man nur monochromatisehe 
(einfarbige) Gemälde. Grössere Werke dieser Art sind 
nicht auf uns gekommen, wohl aber besitzen wir in den 
Vasengemälden kleinere in beträchtlicher Anzahl. 
YVir sehen an ihnen, dass diese frühere Kunst nur Zeich- 
nungen einzelner Gestalten gab, Umrisse, meistens im 
Proiil, bei einer Zusammensetzung mehrerer Gestalten 
zur Andeutung perspectivischer Entfernung übereinander 
gestellt, ohne Hintergründe, höchstens mit der Bezeich- 
nung eines Tempels oder Baumstammes zur Feststellung 
der Localität. 
Später und zwar durch die blühendste Zeit hindurch 
brauchte man nur vier Farben, Weiss, Roth, Gelb und 
Schwarz oder Blau , wahrscheinlich aber in manchen 
Sehattirungen. Gemälde dieser Art enthielten oft sehr 
ausgedehnte Darstellungen, z. B. ganze Schlachten, allein 
wahrscheinlich nur in einzelnen getrennten Gruppen. Wir 
wissen, dass dergleichen Bilder oft auf vielen einzelnen 
Tafeln gemalt waren, und können aus manchen Erzäh- 
lungen über die Schicksale solcher Kunstwerke schliessen, 
dass jede Tafel eine einzelne Gruppe enthielt, und der 
Zusammenhang nicht in einem gemeinschaftlichen Hin- 
tergrunde, sondern nur in der geistigen Verbindung be- 
stand. Wenn die Künstler, sagt ein alter Schriftstellerig), 
lilehreres auf einer Tafel zugleich darstellen, so trennen 
sie es im Raume, damit nicht die Schatten auf die Kör- 
per fallen. Gewöhnlich trennte also die Gränze der Tafel 
Quintilian. 
Inst. 
VIII.
        

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