Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Griechen und Römer
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-879683
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-881280
Viertes 
Kapitel. 
D 
G 
M 
3 
B 
O 
Ueber die Malerei der Griechen können wir weniger 
als über die Plastik aus eigener Anschauung urtheilen. 
Die Ueberreste dieser vergänglichen Kunst sind in ge- 
ringerer Zahl , und nur entweder aus einer später-n Zeit 
oder von untergeordneter Gattung auf uns gekommen. 
Wären wir ganz von Beispielen und Nachrichten ent- 
blösst, so würden wir vielleicht schon aus allgemeinen 
Gründen scliliessen, dass die Richtung des Schönheitssin- 
nes, welche wir bei den Griechen in ihrer Plastik wahr- 
nehmen , der Malerei weniger zusagen musste. In 
ästhetischer wie in moralischer Beziehung kam es ihnen 
auf die Verbindung hoher, gesteigerter 'l'hatkraft mit 
sittlicher lilässigung, auf ein Gleichgewicht der sinnlichen 
und geistigen Kräfte an , welches sich in der Vollen pla- 
stischen Form durch die Gleichstimmung des Hauptes 
und der Glieder, durch die vollere Sinnlichkeit des Kopfes 
neben der (edlern und strenger-n Auffassung des Leibes 
erreichen liess. Die Darstellung durch Zeichnung auf
        

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