Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-835610
Die 
Künste. 
muss, so giebt es in jeder jener drei Künste Wieder 
[Tnterabtheilungen nach den Veränderungen des Geistes. 
Am Meisten unterscheiden sich diese Unterabtheilungen 
in der Kunst des Raumes, weil dies Element überhaupt 
die Eigenschaft des Trennens hat  es werden hier be- 
sondere Künste, die Architektur; Sculptur und 
Malerei. 
In der Poesie zeichnen sie sich noch deutlich als 
Gattungen ab, epische, lyrische, dramatische Poesie, 
wie wohl schon in verschiedenen Beziehungen in einan- 
der laufend. 
In der Musik, als der zartesten unkörperlichsten 
Kunst, hängt nur der Charakter und Styl der einzelnen 
Werke von der Geistesstufe ab, auf welcher sie entstehen. 
Der geistige Grundton, welcher durch den Stoff 
jeder einzelnen Kunst bedingt ist, macht sich indessen 
neben dem Geiste der jedesmaligen Entwiekelungsstufe 
geltend. So bleibt z. B. in den bildenden Künsten stets ein 
Uebergewicht des 0b jeotiven Geistes, so weit es jede 
Stufe gestattet, und es kann daher die Malerei, obgleich 
Sie die subjectiveste der bildenden Künste ist, im Ans- 
(lruoke der Empfindung ilieht so weit gehen, wie die 
Poesie und die Musik. Dagegen ist der Poesie, und noch 
mehr der Musik, selbst auf ihrer ersten Stufe, der Grad 
Von objectiver Ruhe, von reiner Darstellung der allge- 
meinen Gesetze, dessen die bildende Kunst und besonders 
die Baukunst fähig ist, versagt. Auf gleicher Stufe der 
Entwickelung ist also die bildende Kunst immer die ob- 
jectiveste, die Musik die subjectiveste.  
Das Nähere hiervon haben wir nun in Beziehung auf 
die bildenden Künste, die uns allein beschäftigen werden, 
Zu untersuchen, und wir gehen daher jetzt zu denselben über.
        

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