Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-835581
Einleitung. 
neten, ist in ihr am Wenigsten fühlbar, sie nähert sich 
am Meisten der vollen Wahrheit. Soweit nun jede Kunst 
das Wesen darzustellen strebt, sagen wir auch von 
Jeder, dass sie Poesie besitze, erklären diese als das 
gemeinsame Element aller Künste. Insofern aber das 
Kunstgebiet ein eigenthümliohes, von der Wirklichkeit 
gesondertes ist, haben die andern Künste den Vorzug, 
dies eigentlich Technische ist in ihnen vorherrschend. 
Sie sind Kunst in speciellerm Sinne, jene im allgemeinem 
und 
geistigem. 
Haben wir so das Gebiet der Künste begründet und 
begränzt, so müssen wir zu einer neuen Betrachtung 
übergehen. Das Wesen der Schönheit besteht in innigster 
Harmonie des äusserlich Dargestellten mit seinem geisti- 
gen Inhalte. Der Sonderung der Künste müssen daher 
verschiedene geistige Richtungen entsprechen, Elemente 
des geistigen Lebens, wie jene der erscheinenden Welt. 
In der Körperwelt waren die "Elemente Stoffe oder 
Eigenschaften; im Geiste, der nur 'l'hätigkeit ist, können 
sie auch nur Thätigkeiten sein. Als solche unterscheiden 
sich nur zwei; die Thätigkeit des Emp f angens , und die 
des Selbstgefühls. Verlnöge der ersten nimmt der end- 
liche und darum zunächst nur von sich wissende Geist 
die Bestimmungen allgemeinerer Art in sich auf, und 
bewahrt dieselben in sich; die Kenntnisse, welche er so 
in sich vereinigt, bilden zwar in seiner Seele ein Ganzes, 
wie es die Dinge der Aussenwelt, von denen sie herge- 
nommen sind, nicht bildeten, dies ist also eine Wirkung 
des Geistes; ausserdem aber verhält er sich leidend, und 
weiss von seiner Thätigkeit, als der ihm eigenthümlichen
        

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