Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-835557
Die 
Künste. 
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erscheint, an dem sie ihre Arbeit vollbringt. Es leuchtet 
schon aus dem Bisherigen ein, welcher Stoff jeder dieser 
elementarischen Grundlagen entspricht. Der Raum wird 
zur Körperlichkeit, die Gesetze der Dimensionen, der 
Höhe, Breite und Tiefe, die Verhältnisse des Lichtes 
und der Farbe sind hier die Mittel der Darstellung. Die 
Zeit äussert sich im Klange, der aus den Dingen her- 
vortönt, und in welchem sie ihr innerliches, unsichtbares 
YVescn, das sich im Lichte und im Raume nicht geltend 
machen kann, aussprechen. Die Vorstellung endlich tritt 
nur als Sprache zur Erscheinung, in dieser vollsten, 
gehcimnissvollen Aeusserung des menschlichen Wesens, 
in welcher die Kraft der Dinge und des Gedankens, Na- 
türliches und Geistiges untheilbar verschmolzen erschei- 
nen, in Welcher die Individualität des Einzelnen zugleich 
ihren tiefsten Ausdruck und den Uebergang in eine allge- 
meinere Form findet, in welcher endlich die verborgensten 
Züge des Volksgeistes sich vernehmlich gestalten. 1) 
Auf der reinen Sonderung der Elemente beruhet die 
Kunst, nur durch diese entgeht sie dem Streit der Kräfte, 
der in der Wirklichkeit herrscht. Sie kann daher nur 
dadurch ins Dasein treten, dass sie sich einem dieser 
Grundstoffe hingiebt, seine Gesetze zu herrschenden 
macht. Es besteht daher nicht die Kunst im Allgemeinen, 
sondern sie tritt nur in der Form einer bestimmten Kunst- 
gattung hervor. Kaum brauche ich es auszusprechen, 
welches diese Kunstgattungen sind. Auf dem Elemente 
des Raumes und aus dem Stoffe der Körperlichkeit ent- 
wickeln sich die bildenden Künste, die Kunst der Zeit 
 Meisterhaft ausgeführt 
in ihrer höhern Bedeutung in 
Kawi Sprache, Berlin 1836. 
ist bekanntlich das Wesen der Sprache 
W. v. Humboldts Schrift über die
        

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