Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-835527
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Einleitung. 
feindlichen Einflüssen, in der Versöhnung der streitenden 
Elemente, aus denen er hervorgeht. Soll dies gelingen, 
so muss die Phantasie in der Wärme der Begeisterung 
auf den Boden des Elementes zurückgehen, auf welchem 
dieser Gegenstand gewachsen, ihn von daher neu ent- 
stehen, aus allen andern Reichen nur soviel hinzukommen 
lassen, als jenem sich unterordnet, als dazu nöthig ist, ihn 
in voller, scheinbarer Kraft zu gestalten. Es giebt daher 
in jedem Kunstwerke ein vorherrschendes Element, eines 
dem sich die andern anfügen, welches dem Ganzen Ton, 
Farbe und Charakter verleihet. Jedes dieser Elemente, 
aus welchem Kunstwerke entstehen können, bildet daher 
ein besonderes Gebiet, eine besondere Kuustgattung. 
Die Elemente, von denen hier die Rede sein muss, 
sind natürlich nicht die der materiellen, vollkräftigen 
Welt, nicht jene vier, welche die alte Wissenschaft zu 
erkennen glaubte, nicht jene zahllosen Grundstoffe, deren 
die neuere Chemie in der Auflösung der Körper noch 
immer mehrere entdeckt, es sind die Elemente der Dinge 
nur in Beziehung auf ihre Ers eheinun g. Dieser Elemente 
sind nur drei, der Raum, die Zeit und das Leben. 
Wir wollen versuchen, uns aus der Erscheinung selbst 
klar zu machen, dass sie nur auf diese drei Elemente 
zurückgeführt werden kann. 
Stellen wir uns irgend eine wirkliche Erscheinung 
vor, etwa eine Gegend, und halten wir zunächst darin 
fest, was wir auch wohl im engem Sinne Erscheinung 
nennen, alles, was sich dem Auge darstellt, was vom 
Lichte beleuchtet wird. Ilalten wir dabei alles fern, was 
nicht diesem Elemente angehört, also zunächst alles 
Tönende, alle Bewegung, den Gang der Zeit sogar, dann 
aber auch alles, was auf Bedeutung, Nutzbarkeit, Kraft
        

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