Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-835479
Das 
Symbol. 
In einem verwandten Sinne brauchte auch Solger 
dasselbe Wort, indem er in der ausführlichen Aesthegik 
seines Erwin die griechische Kunst symbolisch, die 
christliche alle go risch nannte, um zu bezeichnen, dass 
in jener der Gedanke vollständig in die Erscheinung 
aufgehe, während er in dieser sie gleichsam iiberschreite 
und einen Ueberschuss des Geistigen gewähre. Eine 
geistreiche Bezeichnung, aber doch zuviel sagend, indem 
die freilich geistigere Kunst der "christlichen Völker den- 
noch nicht eigentlich allegorisch genannt werden darf. 
Dieser Sprachgebrauch fand um so weniger Eingang, als 
der kräftiger erwachende Sinn für eine bessere Kunstrich- 
tung es mit sich brachte, dass man der Allegorie mehr 
und mehr abgeneigt wurde. 
So bildete sich denn eine Ansicht, welche ungefähr 
auf Folgendes hinauskam. Die natürliche Erscheinung 
habe, so nahm man an, noch nicht den geistigen Werth, 
welchen die Kunst fordere; sie erhalte denselben erst 
dadurch, dass diese die allgemeine Regel, welche darin 
liege, anschaulich mache. Das Kunstwerk stelle daher 
ausser dem unmittelbaren Gegenstaude mittelbar einen 
andern und höhern Gedanken dar, und dieser sei es, 
welcher dadurch symbolisch vergegeuwärtiget werde. 
Dies unterscheide sich aber von einer durch willkührlichen 
Scharfsinn des Erfinders hineingelegten Allegorie, indem 
jene Idee nicht bloss zufällig und äusserlich mit dem 
Gegenstande verknüpft und daher erst wieder durch den 
Scharfsinn des Beschauers herauszudeuten sei, sondern 
notlwvendig und nach der Natur der Dinge darin liege 
und von selbst einleuchte. 
Nach dem, was wir oben über die Idee im 
werke gesagt haben, lässt sich svhon ermessen, 
l. 3 
Kunst- 
in wie
        

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