Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-839704
W456 
Aegyptische 
Sculptur. 
S0 lange der Mensch sich selbst, seine VVürde und Be- 
stimmung nicht erkannte, musste er einer der grossen 
Weltpotenzen, dem Geiste oder der Natur ausschliesslieh 
verfallen oder in haltungslosem Schwanken zwischen ihnen 
taumeln. Ein neues Element, ein neuer sittlich geistiger 
Boden war daher auch für den Fortschritt der bildenden 
Künste nöthig. Die Anlage der Aegypter, ausschliesslicln 
für diese Künste günstig, war nicht ausreichend sie 
weiter zu fördern. 
Nur ein Volk, dessen geistige Anlagen die Keime 
Freiheit in sich trugen und fähig waren, sich auch 
Poesie und zum freien Gedanken auszubilden, konnte 
der 
zur 
diesen höhern Beruf erfüllen. Die einseitigen Gestaltun- 
gen, welche wir bisher betrachteten, sind daher nur die 
Vorläufer eines solchen, zu geistiger Totalität ausgestat- 
teten Volkes. Indem wir ein solches in Griechenland 
kennen lernen, dort die bildenden Künste mit den Künsten 
der Rede und des Tones gepaart und Vollständig ent- 
wickelt sehen werden, treten wir wie aus einer dunkeln 
Vorhalle in das helle Lieht des Tempels, wo die Ge- 
stalten in der plastischen Herrlichkeit ihrer Körperbildung 
und im malerischen Glanze der Farben aus den stummen 
VVänden 
hervorschreiten, 
und 
llllS 
mit 
seolexxvollex- 
bärde 
begrüssen.
        

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