Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-839302
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AcgYPtische 
Architektur. 
Sohne, jeder an der Spitze eines Heeres zurück, vertrieb 
die flirten, und verfolgte sie bis nach Syrien. 
Man kann nicht zweifeln, dass dieser Setho-Ramses 
derselbe Eroberer ist, welchen die Griechen auch Sesosis 
oder Sesosthris nennen, von dessen Thaten, nach 'l'acitus, 
noch Germanicus in Aegypten sich erzählen liess, dessen 
Zug nach Syrien auch anderweitig berichtet wird. Dass 
dieser siegreiche und prachtliebende König nicht bloss 
seine Hauptstadt Theben, sondern auch die Provinz, in 
welcher er erzogen war, und deren Völker seine ersten 
Siege erfochten hatten, mit den Denkmälern seiner Macht 
ausschmückte, ist daher im höchsten Grade wahrschein- 
lich. Champollioixs Forschungen bestätigen diese An- 
nahme, indem er den Namen dieses Königs ebenso wie 
auf den Monumenten von Luxor, Karnak und Medynet- 
Abu auf denen von Ipsambul, Kalapsche und sonst in 
Nubien fand, und wir dürfendaher vor der Hand diese 
nubischen Denkmäler für gleichzeitig mit den thebaischen 
halten. Zu diesen äussern Gründen kommt aber auch 
der innere, dass die ägyptischen Grotten durchweg in 
ihren Formen Nachahmungen solcher Details enthalten, 
welche nur bei freistehenden  Bauten entstanden sein 
konnten, Weil sie nur hier einen Zweck hatten. So be- 
sonders die runden Säulen und das Gebälk, welche sich 
in der freien Construction leicht ergeben, bei der Aus- 
höhlung der Felsen aber überflüssig waren. Der erste 
Anfang der ägyptischen Architektur ist daher in den 
Grottenbauten nicht zu suchen. 
Abgesehen von dieser Vorzeit blieben also noch die 
Perioden der höchsten Blüthe, der weitem Entwickelung 
und des Verfalles zu unterscheiden. Da sind denn die 
Monumente von Theben zunächst als die Werke der
        

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