Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-839262
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AegYPtische 
Architektur. 
gerichtet. Die Vorhalle gewöhnlich unter freiem Himmel, 
dann mehr oder Weniger Säle und Gemächer, endlich von 
diesen ausgehend in verschiedenen Richtungen schmale 
Gange, in welchen dann die Mumiensärge in brunnenar- 
tigen Vertiefungen stehen. Diese Nachahmung der For- 
men des freien Baues zeigt ebenso wie die Anwendung 
der Säulen statt viereckiger Pfeiler, dass die unterirdi- 
schen Bauten nicht als die ersten und ursprünglichen 
Leistungen der ägyptischen Architektur anzusehen sind. 
Die Paläste haben, wie wir schon oben sahen, im 
Wesentlichen den Schmuck und die Anordmmg der Tem- 
pel, nur dass bei ihnen die Andeutung des Fortschreitens 
zum innern Heiligthume nicht so strenge gehalten, und 
der ganze Raum mit seinen Vorhöfen und vielsäuligen 
Sälen von einer fortlaufenden Mauer eingefasst ist. 
Perioden 
der 
ägyptischen 
Architektur. 
Ohne Zweifel wird auch die ägyptische Baukunst, 
wie alles Menschliche, einen Entwickelungsgang ver- 
schiedener Bildungsformen durchgemacht, sie wird eine 
rohe Vorzeit, Zeiten des genialen Aufblühens, klassischer 
Regehnässigkcit, der Ueberladung und des Verfalls gehabt 
haben. Allein es lässt sich wenig oder nichts davon mit 
Zuverlässigkeit nachweisen. 
Nach den geschichtlichen Nachrichten sollte man 
vermuthen, die ersten Anfänge und Vorbilder der ägyp- 
tischen Bauten in dem Mutterstaat, in Meroe, dessen 
Colonie Theben gewesen sein soll, zu finden. Allein 
bisher ist diese Vermuthung nicht bestätigt, die Gebäude 
von Meroe stehen zwar den ägyptischen an Grösse xiach, 
allein sie sind zierlich und geschmückt, und tragen nicht
        

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