Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-839112
Details. 
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zXndeutung des Bodens getrennt, aber sie bleiben sich 
nicht immer auf der ganzen Breite der Wand gleich, 
sondern ihre Ordnung ist nur ungefähr beobachtet, und 
übrigens Wechseln grössere und kleinere Gruppen, von 
ruhiger-er oder bewegter Haltung über und neben einan- 
der mit ihren Menschenmassen, mit Pferden und Kriegs- 
wagen und was sie sonst darstellen, wie in der Luft 
schwebend. 
Im Innern entwickelt sich dagegen ein grosscrlleich- 
thum auch des architektonischen Elementes, besonders 
an den Säulen. Die Form der Säulen ist höchst ver- 
schieden, sie schliesst sich überall unverkennbar an Pflan- 
zenforlnen an , und es ist merkwürdig, dass sich diese 
Verschiedenheit durchaus nicht, wie in den Baustylen 
anderer Nationen auf bestimmte Regeln zurück führen 
lässt, weder auf scharf geschiedene Säulenordnungen, 
wie bei den Griechen, noch auf eine historische, nach 
dem Geiste der verschiedenen Entwickxelungssttlfen sich 
ausbildende Folge verschiedener Säulenarten , Wie im 
Mittelalter. Weder für das Verhältniss der Dicke zur 
Ilöhe des Stammes, noch für das der Höhe des Kapitäls 
und des Stammes, noch für die Verjüngung des letzten 
bestand irgend eine Regel. Nur das steht fest, dass dem 
Stamme eine runde (zylindrische Gestalt zum Grunde 
liegt 5 übrigens ist derselbe zuweilen glatt und nur oben 
und unten verziert, gewöhnlich aber mit Bildwerk und 
Inlieroglyphen, Welche durch horizontale Linien in mehrere 
grössere oder kleinere Abtheiluilgen gesondert sind, be- 
deckt. Nicht selten besteht er aus mehrern verticalen, 
convex hervortretenden, durch senkrechte Einschnitte von 
einander gesonderten Streifen, so dass er einem Bündel 
von kräftigen Rohrstäben oder Pilanzenstielexi gleicht,
        

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