Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-839095
Details. 
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kann ohne Pylonen und Vorhof sein und mit dem viel- 
säuligexl Raum beginnen; er kann aber auch, nachdem er. 
solche Propyläen erhalten hat, nicht bloss durch Sphinx- 
alleen und Vorthore, sondern auch durch vermehrte Vor- 
höfe und Pylonen verg-rössert werden, entweder so, dass 
man diese dem frühem Eingange versetzt, oder dass 
man auch von einer andern Seite her Zugänge einrichtet. 
So erzählt Herodot von einem Tempel zu Memphis, 
an welchem mehrere Könige von verschiedenen Hirn- 
melsgegenrlen her Propyläen baueten, so linden wir noch 
in Karnak einen Seiteneingang. Der Tempel hat daher 
kein gegebenes Maass, sondern ist lUl0lldllOll6l' Ausdeh- 
nung fähig.  
Details. 
Wir haben jetzt einen neuen Standpunkt gewonnen, 
um die zuerst auffallende Eigenthümlichkeit der ägypti- 
schen Architektur, die schräggerichteten Aussen- 
wände zu verstehen. Auch sie dienen mit dazu, um 
die feste Abgeschlossenheit des Tempels auszusprechen. 
Am Deutlichsten fühlen wir dies an solchen Stellen, wo 
diese schrägen Aussenlinien zugleich mit den senkrechten 
Linien des Innern sichtbar sind, besonders an der Vor- 
derseite des viclsäuligen Raumes. Während hier der 
mittlere Thcil der Decke von runden Säulen getragen 
wird, treten auf beiden Seiten die Mauern, gleichsam im 
Durchschnitt, als Stirnpfeiler vor, und wir sehen an ihnen 
die schräge Linie des Aeussern mit der senkrechten Linie 
des Imiern zugleich, und da diese letzte sich auch in den 
Säulen wiederholt, so wird es recht augenscheinlich, wie
        

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