Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-839052
Grösserc 
Tempel. 
391 
liundstabc eingefasst und als Hohlkehle gestaltet ist. 
Die Entfernung der Säulen ist verschieden , meistens 
ungefähr anderthalb, selten bis zwei Durchmesser der 
untern Säulendicke. 
Der Hof ist wahrscheinlich immer regehnässig ge- 
pllastert gewesen, und zwar so, dass der Weg, welchen 
die Besuchenden zu nehmen hatten, kenntlich war. An 
mehreren 'l'empeln hat man diesen Weg entdeckt und 
gefunden, dass er sich nach dem Innern des Tempels zu 
etwas hob. In dem grossen Hofe von Karnak bezeichnen 
noch zwei Säulenreihen, welche niemals Gebälk getragen 
zu haben scheinen, diesen Weg, jedoch so, dass sie nur 
den mittlern Theil desselben , nicht Anfang und Ende 
umgeben. In Luxor ist zwischen dem ersten und zweiten 
Hofe ein ähnlicher Gang, welcher die verschiedenen Axen 
beider Theile des Gebäudes verbindet. Dieser Hof ist es 
offenbar, den Strabo als Vortempel bezeichnet. Wenn 
man ihn durchschritten hat, gelangt man niemals sogleich 
in das innerste Heiligthum, sondern stets in andre vor- 
bereitende Räume , den vielsäuligen Raum und zwei 
oder drei Vorsäle, die aber alle wesentlicher waren , als 
der Ilof, denn wir finden 'l'empel von ziemlich bedeuten- 
der Grösse, denen die Höfe fehlen, aber keinen zu wel- 
chem nicht ein vielsäuliger Raum führte. 
Dieser vielsäulige Raum ist so breit, dass er den 
Platz zwischen den Säulenhallen auf beiden Seiten des 
Hofes einnimmt , mithin etwas schmaler als die Breite 
zwischen den Seitenwänden des Hofes, und besteht aus 
drei oder vier?) aufeinander folgende Säulenreihen, welche 
 ü) Die Halle dCs Palastes in Karnak hat sehr viel mehr, ist 
aber auch nach Aussen durch einen besondem Pylon verschlossen 
und trägt überhaupt einen abweichenden Charakter.
        

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