Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-839008
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Aegyptischc 
Architektur. 
eigentliche Tempelgebiet beschränkten, sondern über weite 
Strecken, wie dort von Luxor nach Karnak, feierliche 
Prozessionsstrasseil bildeten. Nach den Sphinxen kommt 
ein grossartiges Vorthor. Auch dieses finden wir in 
vielen Fällen. Es besteht bloss aus senkrechten Thür- 
pfosten 
mit 
einem 
Balken 
und 
einem 
darüber 
hohlen und 
ziemlich Weit ausladenden Gesimse, von der bei allen 
ägyptischen Gebäuden üblichen Form, die wir unten noch 
näher betrachten werden. An diesem Gesimse ist jedesmal 
das Zeichen angebracht, welches sich auch im Innern des 
Tempels über jeder Thür befindet, ein Ei oder Globus 
mit einem breiten Flügel auf jeder Seite, ohne Zweifel 
eine XVeihung oder Segnung des Eingangs. Die 'l'hür- 
pfosten sind mit Sculpturen in kleinerer Dimension und 
mehreren Abtheilungen, gewöhnlich Opfer oder WVeihungen 
enthaltend, verziert. Diese Thore sind ganz freistehend, 
und bezwecken bloss eine ernste Zierde der zum 'l'en1pel 
Führenden Strasse, sie können sich daher auch wieder- 
holen, wenn der Raum es gestattet. Diese Strasse von 
Sphinxen und Thoren führt uns auf die eigentlichen Tem- 
pelgebäude, und zwar zunächst auf ein Eingangsthor, 
von höchst imponirender, eigenthümlicher Struetur, wel- 
ches nicht bloss die vorhergegangenen frei stehenden 
Thore weit überragt, sondern auch überhaupt der höchste 
Theil des Gebäudes ist. Nach dem Vorgange der Ver- 
fasser des grossen französischen Werkes hat man für 
diese eigcnthümlichen Thore den Namen des (oder auch 
im Plural der] Pylonen adoptirt, ein griechisches Wort 
welches die Nebenbedeutung des Grossen wohl gestattet. 
Diese Pylonen bestehen stets aus drei sich augenschein- 
lich trennenden Theilen, einer Thüre in der Mitte zwi- 
sehen zwei thurmartigen Gebäuden. Jedes dieser beiden
        

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