Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-838996
Grösserc 
Tempel. 
385 
„so hoch wie der Tempel. Unten stehen sie wenig mehr 
"als die Breite der Eingangsschwelle des Tempels von 
„einander ab, dann aber je höher sie steigen, desto mehr 
„weichen sie auseinander. An diesen Mauern sind Bil- 
„der in kolossaler Grösse eingehaueil, im Styl ähnlich 
„den tyrrhenisehen und altionischen VVerken. Auch ist 
"da, wie zu Memphis, ein vielsäuliger Raum, ein fremd- 
"artiger Bau, denn ausser den vielen und sehr starken 
„Säulen, die in mehreren Reihen aufgestellt sind, nimmt. 
„man nichts Schönes und Geziertes wahr, das Ganze 
nerscheint gleichsam als eitel Werkfiäi) 
So weit die Beschreibung Strabäs, die, obgleich sie 
manches Einzelne nicht erwähnt, dennoch im Ganzen 
deutlicher ist, wie die meisten Schilderungen der Alten, 
und uns eine erwünschte Sicherheit für die aus der L0- 
calität entnommenen Vermuthungen gewährt. 
Der geweihte Raum bezeichnet ohne Zweifel die 
ganze Fläche, auf welcher neben dem eigentlichen Tem- 
pel die Priesterwohnungen standen , und die Wir häufig 
noch in der Umwallung von Backsteinen , welche die 
Tempel in grösserm Umfange einschliesst, erkennen. Ge- 
wöhnlich also begannen erst innerhalb dieser äussern 
Mauer die feierlichen Gänge. Wir sahen indessen schon 
in Theben, dass die Sphinxalleen sich nicht auf dieses 
4') Die Auslegung dieser Stelle ist. nicht ausser Zweifel. Die fran- 
zösischen Architekten (Descr. de l'Eg.Ant.II. S.569.lf.) verstehen das 
rrpotrtwßlov yäyoe nicht von den freistehenden Thoren, sondern von 
dem Hauptthore, für Welches wir das iVort Pylonen brauchen. 
Td Äßydpeva vrrepoi beziehen sie auf die zur Seite liegenden Um- 
fassungsmauern. Allein es lässt sich gar nicht einsehen, wie ein 
Schriftsteller, der nach dem Augenschein beschreibt, darauf komme" 
sollte, diesen-ganz unbedeutenden Mauern zu gedenken. Die" richtigere 
Auslegung bei Hirt Gesch. d. Bank. I. S. 28. 1T. und K. O. lwlüuer 
Archäologie S. 220. 
I- 25
        

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