Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-838867
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AegYPlische 
Architektur. 
zu haben. Einzelne Obelisken und Kapitäle mit Palmblät- 
tern sind bei dem Dorfe San (dem alten 'l'anis), Kapitäle 
mit Isisköpfen bei dem Dorfe Babbeyt (oppidum Isidis), 
ähnliche Einzelheiten unter grosseil Trümmerresten auf der 
Stelle des alten Heliopolis, des alten Bubastos n. a. a. 0., 
nirgends aber erhaltene Gebäude von Bedeutung gefun- 
den Ü. Endlich besitzt auch Alexandrien noch Fragmente 
ägyptischen Styls, Säulen mit eingezogenemi Fusse, mit 
Lotoskapitälen und Hieroglyphen, wie in Luxor 44g). YVir 
können aus diesen in Beziehung auf die frühere Pracht kar- 
gen Ueberresten nur soviel schliesseil, dass auch im Delta", 
wiewohl es später entstanden und fremden Einflüssen mehr 
ausgesetzt war, (lerselbe Styl, wie in den Gebäuden des 
obern Aegyptens angewendet wurde. Nur eine Verschie- 
denheit ist bemerkbar, dass nämlich, während in jenen 
obern Bauten hauptsächlich der Sandstein angewendet. 
wurde, und der Granit nur zur Zierde ausgezeichneter 
'l'heile, zu Obelisken, zu monolithischen Kapellen, zu Sta- 
tuen oder zu den innersten Königsgeinächern diente, der 
Gebrauch dieser edlern Steinart hier mehr verbreitet War. 
Die Säulen ganzer Gebäude lacstalnden daraus, und unter 
allen 'l'rümn1ern herrscht der Granit vor. Es ist einleuch- 
tend, dass dies auch auf die Formen einigen Einiiuss 
haben mochte, indessen ist, die [Trsache gewiss nicht in 
einer Abweichung des architektonischen Geschmackes, 
sondern entweder in der Meinung, dass der härtere Stein 
der Feuchtigkeit des Landes besser widerstehen werde. 
oder in dem Luxus des Reichthums zu suchen. 
Descl 
160. 
Etat 
mod. 
275. 
llaselbsi
        

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