Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-838805
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Aegyptische 
Architektur. 
sie hat nur eine Höhe von 165 Fuss, eine Breite von 
etwas mehr als 300 Fuss. Dagegen übertrifft sie die 
andern an Eleganz; während jene nur mit Sandstein, war 
sie mit schönem schwärzlich rothem Granit von glänzen- 
der Politur bekleidet, welcher jetzt zwar an den untern 
Theilen abgeschlagen ist, da man auch hier das alte 
Werk als einen Steinbruch benutzte, sich aber auf dem 
obern Theile noch erhalten hat. Die alten Schriftsteller, 
besonders Herodot, erzählen umständlich von drei Pyra- 
miden , die von den Königen Cheops, Chephren und 
Mycerinus gebaut wurden, und auf deren historische Be- 
(leutuilg wir weiter unten zurück kommen werden. Man 
kann nicht zweifeln, dass diese Pyramiden von Ghizeh die 
beschriebenen sind, und nennt sie daher auch nach jenen 
Königsnameil. Die Grösse der angewendeten Steinblöcke 
an den Pyramiden und an ihren Umgebungen ist bewunÄ 
dernswürdig. Man hat sie von einer Länge von 20 Fuss, 
und an der alten zu den Pyramiden hinführenden Chaussee 
sogar von 25 bis 30 Fuss gefundenif). Unfern dieser 
kolossalsten aller Gebäude liegt ein anderes in seiner 
Art an Grösse unübertroffenes Monument, die berühmte 
grosse Sphinx, aus Einem Felsstück gearbeitet. Halb- 
versandet ragt sie noch jetzt 42 Fuss über dem Boden 
empor, man ersteigt ihren Rücken auf einer Leiter von 
25 Fuss. Die Länge des Körpers misst 89, die Höhe, 
wenn man sie vom Sande befreien könnte, würde wahr- 
scheinlich 7-1 Fuss betragen. Der Kopf allein hat 26 
Fuss Höhe, ein Mann, der auf dem obersten Vorsprunge 
des Ohrs steht, hat Mühe mit der Hand die Höhe des 
Kopfes zu erreichen. Man entdeckt aber noch Spuren 
der rothen Farbe, mit welcher der Koloss bemalt war. 
Jomard 
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