Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-838791
Geographische 
Uebersicht. 
36-5 
dieselbe, eine einfache Masse, von Bruchsteinen erbaut, 
auf einer völlig gleichseitigen oder doch dem Quadrate 
sich nähernden Grundlage, die mit geringer Abweichung 
nach den vier Hauptwinden gerichtet ist, nach oben zu 
allmälig abnehmend, bis zur Spitze oder einer grössern 
oder geringem Fläche, Welche die Stelle derselben ver- 
tritt. Das Verhältnjss der Grundfläche zur I-Iöhe ist ilicht. 
überall gleich; ebensowenig der Neigungswinkel. Das 
Innere ist bei mehreren dieser Gebäude erforscht; man 
hat überall nur enge Geänge und unbeleuchtete Säle oder 
Kammern gefunden, und sie hatten daher zuverlässig 
keine andere Bestimmung als die zu Grabstütteil zu die- 
nen  Ihre Grösse ist verschieden, aber meistens sehr 
bedeutend. Die grössten von allen sind die von G-hizeh, 
vondenen die eine (nach den Messungen der französischen 
Ingenieure) eine senkrechte Ilöhe von 458 Fuss und eine 
Breite von 716 Fuss an jeder Seite der Basis, die zweite 
(nach Belzoni) 437 Fuss Höhe und 663 Fuss Breite hat  
und mithin nicht bedeutend kleiner ist. Beide liegen mit 
einer (lritten zusammen, und zwar, obgleich jede übrigens 
in ihren vier Seiten nach den Himmelsgegendeil orientirt 
ist, in der Richtung von Nordost nach Südwest, und nach 
der Grösse geordnet. Die dritte ist bei Weitem kleiner, 
4) Forcllhalnlnefs Hypothese, dqss sie gmsse 
gewesen, scheint keine Bestätigung zu finden. 
WVasserhehäller 
H) Die Vernzesslnlg der französischen Ingenieure hatte etwas 
geringere Zahlen ergeben. Deser. de FEg. Tom. V. S. 842. Siieglilz 
(Gesch. der Baukunst S. 168.) nimmt die Ilöhc der beiden grössten 
Pyramiden auf S00 Fnss an, welche unrichtige Angabe, Wahrschein- 
lieh nur aus Herodot (II. 124.) genonuneu ist, der indessen nur 
bei der Pyramide des Cheops diese Zahl enthält, und die des Chepllrenl 
40 Fuss iliedriger nennt. An der grösstenn Pyramide zählt man vom 
Boden an bis zu dem jetzigen obersten Ende 206 Lagen von Werk- 
Stücken.
        

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