Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-838550
Geographische 
Uebersicht. 
341 
Auf dem rechten Ufer, Welches jetzt viel bevölkerter 
und fruchtbarer ist, findet sich nur das , sogleich näher 
zu erwähnende Monument von Derri, wenige Meilen un- 
terhalb Ipsambul. Wie diese Erscheinung zu erklären, 
muss dahin gestellt. bleiben; Burkhardts Vermuthung; dass 
jene Alten die Tempel ihrer Götter dahin gebaut hätten, 
wo sie des Schutzes derselben gegen den feindlichen 
Typhon , den drohenden Wüstensand, am Meisten bedurft 
hätten, ist ziemlich zweifelhaft, und Gau bemerkt dage- 
gen, dass die Grundmauern dieser Tempel auf schwarzer 
Erde stehen, also die Gegend damals bewohnt und keine 
"Wüste war.  
Auch das Monument von Derri ist kein freistehen- 
des Gebäude, sondern eine Felsengrotte, welche aber 
nicht mit einer zusammenhängenden Faeade, sondern mit 
einer olfnen Halle von drei Reihen, theils viereckigen- 
Pfeiler theils Kolossalstatueil, beginnt, auf welche dann 
ein Vorsaal, ein innerstes Heiligthum und zwei Kammern 
folgen. Die Arbeit dieser Felsengrotten ist im Ganzen 
sehr roh, doch sind die Wände auch hier , wie in allen 
Monumenten, deren wir zu erwähnen haben, mit farbigen 
Seulpturen bedeckt. 
Einige Meilen unterhalb Derri beginnt nun auf dem 
linken Ufer eine Kette von alten Monumenten, jedes in 
geringer Entfernung von dem andern, so dass diese jetzt 
unfruehtbare Sandwüste einst sehr bewohnt gewesen sein 
muss. Es folgen folgende Ruinenstätten. Amadon, ein 
frei stehender Bau, in kleinern Verhältnissen, später zur 
christlichen Kirche unlgewandelt, jetzt verlassen. Essabou, 
das Löwenthal, so genannt, Weil eine Reihe von Sphinxen vor 
den grossen Tempelpforten erhalten ist, dahinter der Vorhof 
mit Kolossen und ein vielsäuliger Raum. Die Ruine von
        

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