Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-838549
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AegYPI-ische 
Architektur. 
hier Wieder Seulpturen mit Siegesseenen und Opfern, und 
sitzende Göttergestalten. 
Noch vor wenigen Decennien waren diese wundere 
baren Monumente unbekannt, erst 1816 entdeckte sie der 
kühne Reisende Burkhardt, sein Nachfolger Belzoni be- 
freite sie mit grossen Anstrengungen von dem Sande der 
Wüste, der sie seit Jahrtausenden bedeckte und den 
Eingang verwehrte. Seinen und Gauis Darstellungen 
verdanken wir die nähere Kermtniss. Der mächtige Fürst, 
der diese ungeheuren Felsarbeiten anordnete und dessen 
Siege in diesen Bildwerken gefeiert werden, war ohne 
Zweifel jener Sesostris-Ramesses, von dessen Eroberun- 
gen wir Kunde haben, und dessen Namen Champollion 
unter den hieroglyphischen Inschriften dieses 'l'e1npels 
entdeckt hat. Ob es, wie die Reisenden annehmen, Tem- 
pel oder 0b vielmehr Grabstättenii") gewesen, ist noch 
zweifelhaft. Waren sie Tempel, so unterscheidet sie 
wenigstens der Mangel geräumiger Vorhöfe und Zugänge 
sehr wesentlich von den übrigen Tempelbauten. Indessen 
mag es sein, dass die Enge des Raumes zwischen dem 
Nil und den Felsbergen diese Abweichung bedingte und 
überhaupt nöthigte, Felsengrotten die Stelle freistehen- 
der Gebäude ersetzen zu lasseirw). 
Wie die Bauten von Ipsambul liegen fast alle nubi- 
sehen Monumentevauf dem linken Ufer des Nils, wo sie 
dem Sande der Wüste bei Weitem mehr ausgesetzt, 
und mehr oder weniger von demselben zugewehet sind. 
a) Dies ist die Vermutllulzg von Heeren. Ideen Til. 2. Abth. 1. 
S. 377. und K. O. Müller Archäologie (1 Auszug) S. 227- 
W) Nach Champollioxls Deutung der hieroglyplliScllßll Legen- 
den soll der kleinere Tempel von der Königin Nose Ari, Gßmahlin 
Ramses des Grosseu dem Golte Hathor, der grössere von diesem 
Könige selbst geweiht sein.
        

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