Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-838460
332 
Aegypter. 
Jahrhunderts v. Chr. , macht dadurch Epoche, dass er 
die bisherige Abgeschlossenheit der Aegypter, das Ver- 
bot Fremde im Lande zuzulassen, theilweise aufhob und 
die Meeresküste dem Handel öffnete. In diesem Zustande 
blieb das Land bis es durch Kambyses den Persern un- 
terworfen wurde, und von nun an stets fremden Gebietern 
gehorchte. Indessen die Perser liessen im Ganzen den 
Ueberwundenen ihre Sitten, Lmd die mehr als zweihundert- 
jährige Herrschaft der Ptolemäer- ist kaum eine fremde 
zu nennen, da sie, obgleich griechische Sprache und Bil- 
dung an ihrem Hofe vorwalteten, dem ägyptischen VVe- 
sen äusserlich huldigten. Dass sich auch unter den Römern 
und selbst noch, nachdem schon das Christenthurn bis 
in die Thebais gedrungen war, die altägyptische Cultur 
erhielt, sahen wir schon oben. Rechnen wir von da an, 
etwa von dem dritten Jahrhundert unserer Zeitrechnung 
rückwärts, bis zu der Vertreibung der Hyksos, als zu 
dem Zeitpunkte, mit welchem wahrscheinlich die Blüthe 
des Reiches begann, so haben wir schon unzweifelhaft 
eine zweitausendjährige Dauer ägyptischer Cultur, von 
deren Herrlichkeit die Monumente uns Kunde geben. 
Aber wahrscheinlich ist die Entstehungszeit von manchen 
dieser Bauwerke noch viel höher hinauf zu rücken. Man 
hat beobachtet, dass der Boden des obern Nilthals durch 
den Schlamm der Ueberschwemmung sich allmälig erhöht, 
und die Ingenieurs der französischen Expedition haben 
scharfsinnig das Durchschnittsmaass dieser Erhöhung be- 
rechnet. Vergleicht man dies mit der heutigen Erhöhung 
des Landes über dem alten Boden der Monumente von 
'l'heben, so findet man danach, dass diese etwa 4760 
Jahre vor dem Anfange unseres Jahrhunderts oder 2960 
also fast 3030 Jahre vor Christi Geburt gegründet sein
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.