Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-838449
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Aegypter. 
und die Fremdlinge vertrieben. Dieser Befreiungskriegg 
gegen die Hyksos (denn so werden uns die Unterdrücker 
genannt) wurde ungefähr 1700 Jahre vor Christus aus- 
gekämpft. Er war der Anfang der höheren Blüthe des 
ägyptischen Volkes, das vielleicht jetzt zum erstenmale 
vereinigt wurde. Theben, die Hauptstadt, war ein Sitz 
des Reichthums und der Macht grosser Könige, die nun 
"in langer Reihe und in verschiedenen Dynastien auf ein- 
ander folgten. Am glänzendsten war die Regierung des 
Königs Sesostris oderBamesses (derm er wird mit beiden 
Namen genannt) etwa um das Jahr 1400 v. Chr. Er 
war Eroberer, der mit gewaltiger Heeresmacht zu Lande 
und zur See ringsumher die Länder bekriegte. Er unter- 
warf Aethiopien und sein Siegeszug soll ihn nach Asien 
bis über den Ganges hinaus und in Europa bis nach 
Thracien geführt haben. S0 unsicher die Gränzen dieser 
Eroberungen sind, so steht doch unzweifelhaft fest, dass 
er ein glücklicher Krieger und mächtiger Monarch war 
und weit in Kleinasien vordrang ü). Die ungeheuren 
Bauten, auf denen unsere Forscher seinen Namen ent- 
ziffert haben, die Bilder an ihren Wänden mit See- und 
Landschlachten, Belagerungen, Zügen von Gefangenen 
und Tributpflichtigen, u. s. f sind historische Urkunden 
im grössten Styl. Auch unter seinen Nachfolgern dauerte 
i) Er errichtete Denkmäler in den eroberten Ländern, von denen 
Herodot (II. 106.) noch drei theils in Syrien, theils in Kleinasien 
sah und beschreibt. Wirklich hat man in neuester Zeit zwei von 
diesen gefunden, nämlich in Syrien bei Beirut, in den Felsen einge- 
grabene ägyptische Bildwerke mit dem Namen des Sesostris, (S. 
Bulletins delP instit. di corrisp. arch. per Panno 1836. S. 20.) und 
ähnliche Felsenreliefs zwischen Sardes und Smyrna, bei Karabel 
(Bull. de 1a Soc. de Geographie. Jan. 1841.). Indessen wird die 
Inschrift und das Bildwerk dieses letzten Monumentes von Anm-m 
nicht für ägyptisch gehalten. Prenss. St. Zeit. 1843. Nr. 73,
        

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