Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-838300
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Aegypter. 
Erfindung entfernt, und gleichsam die historische Linie , 
welche wir in der Ausbildung der demotischen aus der 
hieratischen Schrift beobachten , rückwärts bis in die 
Vorzeit Verlängert. Indessen stehen ihr doch manche 
Gründe entgegen. Wenn wir das Bild eines Gegenstan- 
des sehen, so fallen uns seine Eigenschaften und natür- 
lichen Beziehungen eher ein als der Klang des Wortes, 
mit welchem die Sprache es benennt. Selbst wenn wir 
uns des Wortes bedienen, so brauchen wir es unbewust 
und ohne über den Klang zu reiiektiren. Die Aehnlichkeit 
des Klanges zweier Wörter von verschiedener Bedeutung 
zu bemerken, setzt daher schon eine besondere Richtung 
auf das sprachliche Element und eine Abstractiorl von 
dem Bildlichen und der Bedeutung voraus. Soll nun gar 
das Bild eines Gegenstandes mit völligem Absehen von 
seiner Natur und fernermit völliger Verschluckung seiner 
folgenden Laute bloss nach dem Anfangsbuchstaben gel- 
ten, soll ferner ein ganzes Wort aus solchen Anfangs- 
buchstaben zusammen gesetzt werden, so dass also die 
"dargestellten Gegenstände durch ihren Anfangsbuch- 
staben auch in die Mitte eines anderen Wortes kom- 
men, so setzt dies eine lange Gewöhnung an dieAuf- 
lösung der Wörter in Buchstaben voraus. Man kann 
nicht glauben, dass ein Volk, ehe es durch Buchsta- 
benschrift an solche Auflösung der Worte gewöhnt 
worden, diese schwierige und schwerfällige Zertheilung 
derselben und diese Herabsetzung des ganzen Gegen- 
standes zum Werthe seines Anfangsbuchstabens vorneh- 
men sollte  
 Man denke sich, um ein Beispiel der einfachsten: Art zu 
wählen, dass man das Wort nFBSf" durßh Phonetische Hieroglyphen 
bezeichnen wollte. Man fing also etwa damit an, einen Felsen, als
        

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