Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-838274
Hieroglyphen. 
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der Manuscripte klar geworden ist. Auch jene leichtere 
Hieroglyphenschrift war für längere Aufsätze zu mühsam, 
man suchte daher aus den Zeichen, unter denen man die 
Wahl hatte, die einfachsten heraus, nahm auch wohl 
nur eincnlfheil des ganzen sonst (largestellteil Gegen- 
standes, oder setzte endlich,  wenn keines beider Mittel 
anwendbar oder genügend war, an die Stelle der bildlichen 
neue mehr willkürliche, vielleicht durch irgend eine Be- 
grifswrerbindung aus den bildlichen entstandene Zeichen. 
S0 hatte man eine Schrift, welche zwar noch immer 
einige bildliche oder symbolische Zeichen enthielt, aber 
dennoch schon ziemlich flüssig fortliefl 
Für den Volksgebrauch, für Geschäftsurkunden und 
Briefe war aber auch diese Schrift zu schwierig. "Es 
bildete sich daher aus ihr eine noch einfachere, currentere 
Schrift, die demotische oder enchorische, die Volks- 
schrift, in welcher nur die leichtesten Zeichen der hiera- 
tischen Schrift und auch diese nur in noch bequemer-n 
Abkürzungen Platz fanden. Die eigentlich darstellenden 
Zeichen wurden hier nun alle durch Buchstaben ersetzt, 
nur die Namen der Götter behielten, ohne Zweifel aus 
einer ehrfurchtsvollen Rücksicht, ihr symbolisches Zeichen 
aus der hieratischen Schrift bei. 
Wir sehen also, dass die phonetischen Hieroglyphen 
die ursprünglichen, die andern Sehriftformen die abge- 
leiteten sind. Ueber die Entstehung dieses ungewöhnli- 
chen Systems fehlen uns aber alle Nachrichten. Nur 
soviel wissen wir, dass es uralt und allgemein verbreitet 
auf ägyptischen: Boden war. Von Meroe an bis zum 
Ausflussc des Nils hat man Inschriften dieser Art ent- 
Pharaonen , 
aufbewahrt 
deckt, und sowohl die Namen der ältesten 
die von  den griechischen Schriftstellern uns
        

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