Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-838199
"olk 
und 
Land. 
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Raum zu machen. Die Griechen gestalteten sich die 
uralten, symbolischen Fabeln zu poetisch ausgeschmüek- 
ten Mythen menschlichen Inhalts. Ilier verkörpern sie 
sich, erstarren in feierlichem Cultus zu festen sinnlichen 
Gestalten.  
Schriftarten, 
Hieroglyphen. 
Höchst eigenthiimlich und für den Charakter der 
alten Aegypter bezeichnend sind ihre Schriftzüge. Sie 
besassen eine Buchsltabcnschrift wie die andern Völker, 
aber ausser derselben noch eine andere für heiliger ge- 
haltene Schreibart , eine Bilderschrift , Welche unter 
dem griechischen Namen der Hieroglyphen (wörtlich, 
der heiligen Sculpturen) höchst berühmt geworden ist. 
Wir könnenluns einer nähern Betrachtung dieses graphi- 
schen Systems nicht entziehen, weil dasselbe auch über 
die Richtung der bildenden Phantasie bei diesem Volke 
wichtige Aufschlüsse giebt. Schon die Griechen und 
Römer beschäftigen sich in ihren Berichten über Aegypten 
mit dieser ihnen auffallenden Schreibart; allein ihre Be- 
merkungen sind fragmentarisch und dunkel, und vergeb- 
lich waren daher die Versuche, iwelche die Neuern nach 
Anleitung derselben zur Deutung dieser Geheimschrift 
anstellten. Ein vereinzelter Fund führte dagegen zu den 
bedeutendsten Resultaten. Man entdeckte nämlich bei 
Gelegenheit der französischen Eroberung in Rosette eine 
Steintafel mit dreifacher Inschrift, in Hieroglyphen, in 
ägyptischer Buchstabenschrift und in griechischer Ueber- 
Setzung, aus welcher letzten man ersah, dass es sich 
darin um Verleihung gewisser religiöser Titel und Rechte 
an den König Ptolemäus Epiphanes handelte. Die drei- 
l.  20
        

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