Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837987
Juden. 
sehen Verhältnissen zugeben. Alles, was man in dieser 
Beziehung anführt, kommt auf so Unbestimmtes und All- 
gemeines hinaus, dass man nicht wohl glauben kann, 
dass es den Erbauern vorgeschwebt habe. Es gilt davon 
völlig das, was in der Einleitung des gegenwärtigen Wer- 
kes über die Symbolik der architektonischen Formen 
überhaupt gesagt ist. Noch der neueste Beschreiber des 
Tempels?) glaubt, die Idee des Ganzen nachgewiesen 
zu haben. Er widerspricht zunächst der Annahme eines 
andern Gelehrtenw), welcher der Stiftshütte und dem 
Tempel die Bedeutung beilegt, dass sie die Schöpfung 
Himmels und der Erde darstellen solle, und erklärt viel- 
mehr, dass die Bundeslade der Kern und Mittelpunkt des 
Tempels sei. Eine Ansicht, welche sowohl durch die 
Einrichtung des Ganzen als durch die Geschichte des 
Baues vollkommen bestätigt wird, die aber noch keine 
weitere Aufklärung für das Einzelne der Formen giebt. 
Eben so ist es unbedenklich zugegeben, dass die Einthei- 
 Keil in der am Eingange 
21. und S. 133. K. 
dieser Beilage 
angeführten Schrift 
H) Baehr Symbolik des mosaischen Cultus. I. S. 77. IT. In 
diesem gelehrten und gründlichen Werke ist die Symbolik der Zah- 
lenverhiiltnisse im hebräischen Cultus und auch in den Maassexi des 
Tempels bis in das äusserste Detail durchgeführt. Einer speciellern 
Erwähnung kann ich mich indessen enthalten, theils weil das Einzelne 
der philologisclien und historischen Gründe ganz ausserhalb meiner 
Aufgabe liegt, theils aber weil ich dabei immer nur auf den Grund- 
gedanken meiner Ansicht zurückkommen müsste. Eine gewisse leicht 
andeutende Symbolik liegt in der Natur der Zahl und lindet sich 
bei allen Völkern, sie ist aber so zarter Art, dass sie bei jeder 
concreten Gestaltung nur in der Form des Gefühls neben anderen 
Gefühlen Initwirkt, nicht als ein bewusster symbolischer Gedanke 
vorherrsclit. S. übrigens die Beurtheilung in den Hallischen Jahr- 
biichern 1810. Nr. 236. tT. und Friedrich, Symbolik der mosaischen 
Stiftshiitte, Leipzig. 1810.
        

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