Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837935
Der 
Salomonische 
Tempel. 
279 
erschien, widerlegt sie auch alle Folgerungen, die aus den 
Angaben im Buche Esra und in der Rede des Herodes 
gezogen werden können, und giebt neben jener alten 
'l'raditi0n der grossen Höhe eine andere von einer kleinem, 
der wir als der bei Weitem wahrscheinlichern ohne Be- 
denken folgen können. Man darf daher die Vorhalle 
gewiss nicht höher , wahrscheinlich niedriger als das 
Hauptgebäude annehmen. Eben so ist es nach de Wette's 
Uebersetzung der Stelle f) nicht wohl zu bezweifeln, dass 
die Seitengebäude niedriger waren, als der Tempel selbst. 
Wollen wir uns hienach nun eine Vorstellung von 
dem ganzen Gebäude machen, das Haupthaus höher, auf 
drei Seiten von den niedrigem Seitenkammern umgeben, 
vom die ebenfalls niedrigere, und, weil ohne Seitenge- 
bäude, schmaler erscheinende Vorhalle, so entsteht ferner 
die Frage nach der Art der Bedachung. Hier entscheiden 
sich nun die Meisten für das platte Dachiif). Es lässt 
sich im Ganzen nicht bezweifeln, dass im Orient und 
namentlich auch in Palästina die platten Dächer die ge- 
wöhnlicheren waren. Auch die Analogie der phönicischcn 
Tempel, auf welche sich Grüneisen, freilich nur nach 
dem sehr problematischen Zeugnisse der Münzen, beruft 
ist nicht zu verwerfen. Allein gewiss waren jene Wohn- 
häuser, leicht auch die älteren auf den Münzen abgebil- 
deten Tempel, kleiner als der Salomonische, und was 
bei ihnen ausführbar und bequem war, würde hier bedenk- 
lich gewesen sein, wo eine Decke von Estrich oder von 
Ziegeln über der breiten Balkendecke bei starken Regen- 
güssen (denen Palästina in gewissen Jahreszeiten aus- 
Vers 
auch 
Grüneiscn 
b"  Grüneisen a. a. O. 
Beiträgen Th. l. S. '75. 
345- 2 
jetzt 
auch 
Siieglitz 
den
        

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