Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837856
Der 
Salolnonische 
Tempel. 
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glaubhafte Angaben vorliegen, bleiben noch erhebliche 
Zweifel, zum Theil sind aber auch die Nachrichten un- 
glaublich und offenbar entstellt. Daher fallen in dieser 
Beziehung die Hypothesen der Restauratoren am Ver- 
schiedensten aus. Hirt bringt das ganze Gebäude mit 
Einschluss der Seitenkammern unter ein Dach und nimmt 
nur die Vorhalle niedriger an. Stieglitz dagegen (in den 
Beiträgen) denkt sich die Vorhalle als einen Doppelthurm 
von 60 Ellen Höhe, weit hinausrageild über das Tempel-- 
haus von 30 Ellen, an welches sich dann endlich das 
kleinere, 20 Ellen hohe Sanctuarium in gleicher Höhe 
mit den Seitenkammern anschliesst. Wenn Hirts Construc- 
tion vielleicht zu sehr der eines griechischen Tempels 
gleicht, so hat sich Stieglitz gewiss mit sehr viel grösserm 
Unrechte von dem Vorbilde des ägyptischen Tempels 
leiten 
lassen. 
der 
Die erste Frage ist die über das Verhältniss zwischen 
Cella und dem Sanctuarium. Sieht man die Quellen 
unbefangen an, so kann kaum ein Zweifel darüber ent- 
stehen. „Und das Haus, welches der König Salomo 
„Jel10va bauete, 60 Ellen war seine Länge und 20 Ellen 
„seine Breite und 30 Ellen seine Höhe." (LKön. 6. V. 2.) 
Die Länge von 60 Ellen umfasst das 40 Ellen lange 
Haus und das 20 Ellen lange Sanctuarium, und man kann 
also, da die Höhe von 30 Ellen mit dieser Länge ver- 
bunden ist, nicht anders glauben, als dass, soweit sich 
die Länge der 60 Ellen erstreckte , die Höhe 30 Ellen 
betrug. Damit stimmt dann auch die fernere Anordnung 
der ganzen Beschreibung überein. Denn dieselbe deutet 
an, dass das Allerheiligste kein äusserlich abgesonderter 
Theil des Gebäudes, sondern nur eine innere Abtheilung 
war. Wenn man den Text im Buche der Könige zur
        

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