Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837848
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Juden. 
das darunter liegende, erklären. Man muss dabei freilich 
voraussetzen, dass die Dicke der Steine verhältnissiuässig 
zu ihrer Breite abnahm, und dass jede Lage nicht ein- 
fach, sondern etwa doppelt oder dreifach war, um die 
Höhe eines Stcckwerks der Seitenkamlnern, fünf Ellen. 
zu erreichen. Beides ist aber nicht unwahrscheinlich. 
Dies waren denn die Absätze, von denen 1. Kön. 6. V. 6. 
spricht, die in Hesekiel 41. V. 6. u. 7. beschrieben sind, 
und welche die mehrfach erwähnte Wirkung hervor- 
brachten, dass die Balken der Seitenkamnxern nicht in 
die Mauer des Hanpthauses eingriifen, weil- sie sicher 
auf diesen Absätzen auflagen. Die drei Stockwerke wür- 
den dann auf die drei Lagen der Steine Beziehung haben, 
während nur oberhalb dieser unteren Mauer der obere 
Theil des Tempelhauses, wo er über die Seitcngebäude 
hervorragte, ganz in Cedern gebaut war. Es darf nicht 
befremden, dass diese stärkste Mauer eine innerliche war, 
denn sie hatte ja die ganze Höhe des Gebäudes und das 
Dach zu tragen, und auch die Stockwerke des Neben- 
gebäudes ruheten auf ihr. Die äusseren Wände der Ne- 
bengebäude mochten dann ganz von Cedernbalken sein, 
was die Verzierung erleichterte. Eine Stelle des J0se_ 
phus a. a. 0., wo er von langen Balken spricht, durch 
welche die Stärke der Mauern selbst vermehrt würde, 
wäre dann besser auf diese Balken als auf die Decken- 
balken zu beziehen, und die Wendeltreppe, welche (l. Kön. 
6. V. 8.) in die oberen Stockwerke führte, und die nach 
Josephus in der Dicke der Mauer angebracht war, fände 
hier ebenfalls eine geeignete Stelle. 
Sehr ungewiss ist leider die äussere Gestalt des 
ganzen Tempelhauses und namentlich das Höhenverbält- 
niss seiner einzelnen Theile. Selbst da wo bestimmte und
        

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